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Reeperbahn Festival wagt einen "politischen Kraftakt"

Am 22. März findet die nächste Reeperbahn Festival Focus Session statt. Bei einer physischen Veranstaltung, die auch digital übertragen wird, diskutiert die Livebranche mit der Politik zum einen über den Neustart nach Corona wie auch die Folgen der Ukraine-Krise. Im Vorfeld hat das Reeperbahn Festival dafür eine Umfrage vorbereitet.

07.03.2022 12:11 • von Dietmar Schwenger
Es geht um Corona und die Ukraine: die Reeperbahn Focus Session "Ein politischer Kraftakt" (Bild: Reeperbahn Festival)

Am 22. März 2022 findet unter dem Motto "Live-Branche 2022 - Ein politischer Kraftakt" die nächste Reeperbahn Festival Focus Session statt. Bei einer physischen Veranstaltung, die auch digital übertragen wird, diskutiert die Livebranche mit der Politik zum einen über den Neustart nach Corona wie auch die Folgen der Ukraine-Krise. "Seit dem 22. März 2020 befindet sich nicht nur die Politik in einem Ausnahmezustand, denn spätestens mit Inkrafttreten des ersten Lockdowns ist eigentlich nichts mehr so, wie es einmal war", heißt es einleitend aus Hamburg.

"Wer nun aber in der Live-Branche darauf hoffte, dass ein wie auch immer gearteter Neustart von Konzerten, Festivals oder Veranstaltungen möglich sei, wird anlässlich der Ereignisse in der Ukraine erneut Fragen haben, was diese für diesen Teil der Musikwirtschaft bedeuten. Fest steht lediglich, nicht wenige dieser Fragen werden erneut durch politische Entscheidungen beantwortet", informieren die Ausrichter der Focus Session.

Das Reeperbahn Festival richtet erstmals ein sogenanntes Town Hall Meeting aus, das Vertreter aus der Branche und der Bundespolitik zusammenbringt. Das Treffen soll "ein offenes Gespräch ermöglichent und Einblick gewähren, welche Optionen seitens der Politik gegeben sind und was diese für Musikschaffenden in der Live-Branche bedeuten". Zugleich erlaube dieses Format den direkten Austausch zwischen den Vertreter*innen aus der Branche mit jenen aus der Politik.

Der inhaltliche Fokus dieses Meetings bezieht sich auf Themen die Förderprogramme Neustart Kultur und des Sonderfonds Kultur betreffend, es geht aber auch um Fragen nach weiteren politischen Maßnahmen, die künftig Auswirkungen auf die Live-Branche haben werden. Zudem will man auch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine aus Sicht der Branche angsprechen.

Zugesagt haben Anikó Merten (MdB FDP), Erhard Grundl (MdB B90/Grüne), Helge Lindh (MdB SPD), Pamela Schobeß (Livekomm), Sandra Beckmann (Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft), Ben Mitha (Geschäftsführer Karsten Jahnke Konzertdirektion) und Jacob Philipp-Pahl (Geschfätsführer BTA). Die Moderation übernehmen Ivana Dragila und Jan Hendrik Becker.

Im Vorfeld der Veranstaltung hat das Reeperbahn Festival zudem eine Branchenumfrage vorbereitet, die man online ausfüllen kann.