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c/o pop wird noch diverser

Die c/o pop, die vom 20. bis 24. April in Köln stattfindet, präsentiert dieses Jahr ein vielfältiges Line-up. An den 152 Programmpunkten des Festivals sind 54 Prozent Künstlerinnen beteiligt, während die c/o pop Convention 50 Prozent weibliche Speaker zählt. Hinzu kommen neue Kooperationen wie c/o queer, das erstmals einen Tag lang ein Programm von und für queere Menschen bietet.

07.03.2022 09:27 • von Jonas Kiß
Will viele Facetten der Popkultur abbilden: Elke Kuhlen (Bild: Nils Reuter)

Die c/o pop, die vom 20. bis 24. April 2022 in Köln stattfindet, präsentiert dieses Jahr ein sehr vielfältiges Line-up. So sind an den aktuell 152 Programmpunkten des Festivals 54 Prozent Künstlerinnen beteiligt, während auch der Konferenzteil c/o pop Convention mit 50 Prozent weiblichen Speakern bei 40 Programmpunkten ein sehr ausgeglichenes Verhältnis zählt.

Die Veranstalter*innen des Brachentreffs von cologne on pop bemühen sich bereits seit einigen Jahren um "ein ausgeglichenes Verhältnis der Geschlechter, um mehr Sichtbarkeit auf weibliche Acts zu lenken", wie es aus Köln heißt.

"Wir sehen es als unsere Verantwortung, nicht nur den Nachwuchs zu fördern, sondern vor allem dem Thema Gender Equality, aber auch LSBTIQ* und der Sichtbarkeit von People of Color inhaltlich gerecht zu werden, um unser Programm Jahr für Jahr diverser zu gestalten", erklärt Elke Kuhlen, Director c/o pop Festival: "Nicht um einer Quote Willen, sondern vielmehr, um möglichst alle Facetten der Popkultur abzubilden und verantwortungsvoll mit dem Thema umzugehen."

Um diesen Weg weiter zu verfolgen, seien starke Kooperationen wichtig, wie zum Beispiel die seit drei Jahren bestehende Zusammenarbeit mit dem globalen Netzwerk KeyChange, das sich für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Musikbrnache einsetzt.

2022 kommen nun neue Partnerschaften hinzu. Zum einen mit dem Projekt MEWEM Europa Networking, das auf den Zugang von Frauen zu Führungspositionen und zum Unternehmertum abzielt, und andererseits mit der Initiative Parenthood in Music, bei der es um Elternschaft in der Musikindustrie geht.

Zudem findet unter dem Namen c/o queer erstmals einen ganzen Tag lang ein Programm von und für queere Menschen statt. Als Kooperationspartner*innen sind Anders&Gleich, LAG Lesben in NRW, und das Queere Netzwerk NRW mit an Bord.

Leonie Dams von Anders&Gleich freut sich, "dass das c/o pop Festival mit der Kooperation im Rahmen von c/o queer ein weiteres Zeichen für Vielfalt und Diversity setzt und dabei den Fokus eben genau auch auf queeres Leben und LSBTIQ* richtet". c/o queer geht im Rahmen von c/o Ehrenfeld am 23. April bei freiem Eintritt über die Bühne.

"Wir setzen uns gemeinsam mit unseren Partner*innen für eine Veränderung der Machtstrukturen innerhalb der Musikindustrie ein - für eine zukunftsorientierte Branche, die integrativ, vielfältig und fair gestaltet ist", sagt Ralph Christoph, Director c/o pop Convention: "So wollen wir innerhalb unseres diesjährigen Programms das Bewusstsein dafür schärfen, welchen Einfluss Elternschaft in Hinblick auf Arbeitsbedingungen in der Musikindustrie hat. Eine Herausforderung, die nicht nur, aber immer noch viele Frauen und ihre Aufstiegschancen beeinflusst. Auch werfen wir einen Blick auf die Musikförderstrukturen in Deutschland und setzen uns mit der Frage einer angemessenen Repräsentation von Diversität und diskriminierenden Ausschlüssen auseinander."