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Erste Stimmen zur BVMI-Jahresbilanz

Der deutsche Musikmarkt verbuchte für 2021 im Geschäft mir Recorded Music ein Umsatzplus von zehn Prozent. Vor allem das Streaming, aber auch Vinyl legten zu. Erste Reaktionen kommen von Frank Briegmann, Patrick Mushatsi-Kareba, Doreen Schimk und Fabian Drebes sowie Konrad von Löhneysen.

03.03.2022 11:08 • von
Steile Kurve: die Umsatzentwicklung im Musikstreaming im deutschen Markt von 2013 bis 2021 (Bild: Grafik: Bundesverband Musikindustrie; Zahlen GfK Entertainment)

Der deutsche Musikmarkt verbuchte laut Jahresbilanz des Bundesverbands Musikindustrie für 2021 im Geschäft mir Recorded Music ein Umsatzplus von zehn Prozent. Vor allem das Streaming, aber auch Vinyl legten zu. Erste Reaktionen kommen von Frank Briegmann, Patrick Mushatsi-Kareba, Doreen Schimk und Fabian Drebes sowie Konrad von Löhneysen.

"Das starke und stabile Wachstum unterstreicht einmal mehr den ungebrochenen Erfolg unserer Inhalte", sagt Frank Briegmann, Chairman & CEO Universal Music Central Europe und Deutsche Grammophon: "Vor allem aber belegen die Zahlen das immense Potenzial, das noch vor uns liegt. Denn trotz der anhaltend großen Zuwächse im Streaming-Segment verzeichnen Territorien wie Skandinavien, UK oder die USA noch immer eine mehr als doppelt so hohe Marktdurchdringung in Bezug auf zahlende Premium-Subscriber. Wenn wir gleichzeitig neue Zielgruppen für das Streaming begeistern, die Distributionswege erweitern und wir zusätzlich die relative Stärke bei den physischen Formaten durch Produktinnovationen und hochwertige Fan-Editionen halten, dann freuen wir uns mit unseren Artists und Partner:innen gemeinsam auf einen weiter wachsenden deutschen Musikmarkt."

"Gerade vor dem Hintergrund der Belastungen durch die Pandemie ist diese Bilanz für 2021 eine sehr gute Nachricht für alle Künstler:innen und für die gesamte Musikindustrie", kommentiert Patrick Mushatsi-Kareba, CEO Sony Music GSA: "Gemeinsam wollen wir weiter in aufstrebende und etablierte Künstler:innen investieren, ihnen den bestmöglichen Service und die bestmögliche Partnerschaft anbieten, die es braucht, um die Herausforderungen des Streaming-Zeitalters zu meistern. Gleichzeitig hoffen wir auf eine prosperierende Rückkehr des Livegeschäfts, sowohl für unsere Künstler:innen als auch für unsere zahlreichen Partner aus der Livebranche."

"Die Krise hat deutlich gemacht, wie wichtig und wohltuend Musik für uns alle ist", ergänzen bei Warner Music Central Europe die Co-Presidents Doreen Schimk und Fabian Drebes: "Wir haben jedoch sukzessiv schon vorher unseren Marktanteil ausgebaut und sind in allen Bereichen gewachsen, letztes Jahr im physischen Bereich sogar gegen den Markttrend. Die überragende Performances unserer Künstlerin:nnen wie Ed Sheeran als meistgestreamter international Artist in Deutschland, Katja Krasavice - die meisten Nummer 1 Hits des Jahres - und Udo Lindenberg sind Highlight-Bausteine unseres Wachstumskurses. 2021 haben wir mit unseren Künstler:innen, Partner:innen und unserem Team das beste Geschäftsjahr in der Historie erzielt. Der weiteren Marktentwicklung sehen wir daher optimistisch und neugierig entgegen."

Konrad von Löhneysen, Geschäftsführer Embassy of Music und Sprecher der außerordentlichen Mitglieder im BVMI-Vorstand, ordnet das Ergebnis auch in einen gesellschaftlichen Zusammenhang ein: "Ein erstmals seit Jahrzehnten wieder zweistelliges Wachstum des Gesamtmarktes am Jahresende ist ein wahrhaft freudiges Ergebnis in einer emotional äußerst schwierigen Zeit. Wir müssen, gerade wegen der momentan starken wirtschaftlichen Position unseres Teils der Branche, weiter daran arbeiten, alle Beteiligten im Bereich Recorded Music mitzunehmen." Für von Löhneysen bedeutet das Chancen und Plattformen gerade auch für nationale Künstler und Nachwuchs-Acts "mit unseren Partnern in den Medien und im Handel zu kreieren und darüber hinaus einen offenen Dialog über die Vergütung im Streaming zu führen; das auch, um mit dem zum Teil gefährlichen Halbwissen besonders bei den Medien aufzuräumen."