Livebiz

BDKV bekundet Solidarität mit Ukraine

Der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) verurteilt die Invasion der Ukraine durch Russland scharf und bekräftigt Solidarität und Unterstützung für das ukrainische Volk.

28.02.2022 11:32 • von Frank Medwedeff
Betont die Bedeutung von Kulturveranstaltungen als Bindeglied in Krisenzeiten: BDKV-Präsident Pascal Funke (Bild: Funke Media)

Der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) bekräftigt in einer aktuellen Verlautbarung, dass die deutschen Kulturveranstalter "den völkerrechtswidrigen und barbarischen Überfall Vladimir Putins und seines Regimes auf die Ukraine auf das Schärfste verurteilen".

BDKV-Präsident Pascal Funke erklärt: "Wir sind erschüttert von dieser kriegerischen Invasion und werden im Rahmen unserer Möglichkeiten alles tun, um dem ukrainischen Volk unsere Solidarität zu bezeugen und sie im Kampf gegen dieses Unrecht zu unterstützen." Funke weist dabei darauf hin, dass Musik-, Theater- und andere Kulturveranstaltungen nicht nur das Bindeglied zwischen Menschen und Kulturen, sondern auch ein wichtiges Bindeglied in Krisenzeiten seien.

"Kultur hat eine Stimme. Sie muss in dieser Zeit lautstark erklingen, und wir werden dazu beitragen, sie hörbar zu machen", verspricht Sonia Simmenauer, Mitglied des BDKV-Vorstands.

Ihr Vorstandskollege Michael Herrmann, Intendant und Geschäftsführer des Rheingau Musik Festivals, merkt an: "Viele Mitglieder unseres Verbandes pflegen seit Jahrzehnten intensive Kontakte zu russischen Künstlern, Orchestern, Bands und Berufskollegen in Russland. Wir wissen, dass die Mehrheit der russischen Bürger friedliebend ist und diesen Angriffskrieg gegen ihr Nachbarland, die Ukraine, ebenfalls verurteilt."

"Leider können sie dies in dem System Putins nicht entsprechend zum Ausdruck bringen, da es sie die Freiheit oder gar ihr Leben kosten könnte" ergänzt Ulrike Schirrmacher, die ebenfalls dem BDKV-Vorstand angehört.

Der BDKV habe "mit Freude zur Kenntnis genommen", dass die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Claudia Roth, spontan eine Million Euro als Soforthilfe für ukrainische Künstlerinnen und Künstler bereit gestellt habe und die bestehenden Schutzprogramme für Kulturschaffende ausbauen wolle."Auch wir arbeiten derzeit daran, schnell ein Benefizkonzert für die Ukraine zu arrangieren, dessen Einnahmen wir dem Internationalen Hilfsfonds für Kultur und Bildung spenden werden", berichtet Klassik-Veranstalter und BDKV-Vorstand Klaus Wollny.

Jens Michow, geschäftsführender Präsident des BDKV, weist darauf hin, dass Künstler und Veranstalter Brückenbauer zwischen unterschiedlichsten Zivilgesellschaften seien. "Mit der Wahrnehmung dieser Aufgabe hoffen wir, einen kleinen Beitrag zur Rückkehr von Frieden und Freiheit der Menschen sowohl in der Ukraine als auch in Russland leisten zu können."

Dem BDKV gehören über 500 Konzert-, Tournee- und Festivalveranstalter sowie Künstlervermittler an.