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Klubkomm fordert mehr Planungssicherheit

In einer ersten Reaktion auf die beschlossenen Corona-Lockerungen kritisiert der Verband Kölner Clubs und Veranstalter (KlubKomm) die "nach wie vor wesentliche Unklarheiten" bei den Bedingungen für die Öffnung von Clubs.

18.02.2022 12:47 • von Dietmar Schwenger
Bemängelt "Unklarheiten" bei den Lockerungen: die Klubkomm (Bild: Screenshot, Klubkomm)

In einer ersten Reaktion auf die beschlossenen Corona-Lockerungen kritisiert der Verband Kölner Clubs und Veranstalter (KlubKomm) die "nach wie vor wesentliche Unklarheiten" bei den Bedingungen für die Öffnung von Clubs.

"Wir fordern deswegen, Clubbetreiber:innen durch eine klare Aussage zum Thema Abstands- und Maskenpflicht, eine Konkretisierung der Zugangsbeschränkungen 2G+ (Booster/Test) sowie eine Perspektive bezüglich des Erhalts dieser Maßnahmen als Maximalschutzziel auch nach dem 20. März 2022 umgehend Planungssicherheit zu verschaffen", heißt es in einer Mitteilung.

Konkret schreibt der Verband: "Es mangelt unter anderem an einer eindeutigen Aussage hinsichtlich der Frage, ob eine Öffnung der Clubs unter der Prämisse einer Abstands- und/oder Maskenpflicht geplant ist. Dies würde bedeuten, dass die die meisten Clubs von der grundsätzlichen Möglichkeit der Öffnung keinen Gebrauch machen könnten, da weder Abstands- noch Maskenpflicht in Clubs vermittel- oder kontrollierbar wären."

Auch bei der pauschalen Kapazitätsbeschränkung von 60 Prozent herrsche Unklarheit: "Können Betriebe, deren Veranstaltungen unter 2G+-Bedingungen stattfinden, ihre Kapazitäten vollständig, also zu 100 Prozent, nutzen? Wäre auch dies nicht möglich, müssten finanzielle Hilfen fortgeführt werden, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten."

Weitere Unsicherheit bestehe bei der zweiten Öffnungsstufe ab dem 20. März 2022.Hier würden ein "weitgehendes" Ende "strengerer Schutzmaßnahmen" sowie ein Erhalt von "Basisschutzmaßnahmen" genannt. "Welche konkreten Maßnahmen in beiden Punkten enthalten sind, bleibt jedoch völlig offen", mahnt der Verband an.

Zudem sei die Wiedereröffnung eines Clubbetriebs mit erheblichem Personalaufwand verbunden und nur vor dem Hintergrund eines verlässlichen Planungsvorlaufs zur Erstellung von Kultur- und Clubprogrammen möglich. "Konkrete Voraussetzungen der Öffnung müssen daher jetzt verbindlich festgeschrieben und ihre Wirksamkeit auf den Zeitraum nach dem 20. März 2022 erweitert werden."

Abschließend heißt es in der Mitteilung: "Kulturprogramme müssen jetzt geplant, Hygienekonzepte jetzt angepasst, Mitarbeitende jetzt aus der Kurzarbeit geholt und freie Dienstleistende jetzt verbindlich beauftragt werden, um die politisch gewollte Öffnung auch wirtschaftlich, organisatorisch und programmatisch zum 4. März .2022 umsetzen zu können."