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Clubs und Discotheken melden Umsatzeinbruch um 93,8 Prozent

Eine aktuelle Umfrage des DEHOGA Bundesverbands, an der vom 31. Januar bis 4. Februar insgesamt 7039 gastgewerbliche Betriebe aus ganz Deutschland teilgenommen haben, weist für Clubs und Diskotheken einen dramatischen Umsatzrückgang aus.

04.02.2022 15:19 • von Dietmar Schwenger
Weist dramatische Umsatzrückgänge für Clubs und Diskotheken aus: DEHOGA-Präsident Guido Zöllick (Bild: Svea Pietschmann)

Eine aktuelle Umfrage des DEHOGA Bundesverbands, an der vom 31. Januar bis 4. Februar 2022 insgesamt 7039 gastgewerbliche Betriebe aus ganz Deutschland teilgenommen haben, weist für Clubs und Diskotheken einen dramatischen Umsatzrückgang aus. Konkret mussten Clubs und Diskotheken im Januar Umsatzeinbußen um 93,8 Prozent hinnehmen.

Zum Vergleich: Die Eventgastronomie kommt auf ein Minus von 79,4 Prozent, die Stadt- und Tagungshotels auf minus 59 Prozent und bei den Betreibern der Ferienhotels lag der Verlust bei minus 40,7 Prozent. Im Vergleich mit dem Januar 2019 betrug der Umsatzverlust im Januar 2022 im gesamten Gaststättengewerbe minus 50 Prozent. Aktuell sehen 58,6 Prozent den Fortbestand ihres Unternehmens gefährdet. Das ist der schlechteste Wert seit März 2021.

"Nicht unerwartet steigt auch die Kurzarbeit wieder deutlich an", teilt der Verband mit. "Umso wichtiger sind die aktuellen Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil." Demnach wird das erhöhte Kurzarbeitergeld bis zum 30. Juni fortgeführt. Zudem wird die maximale Bezugsdauer von 24 auf 28 Monate ausgeweitet. Auch die Bezuschussung der Ausbildungsvergütungen wird im Rahmen des Programms "Ausbildungsplätze sichern" fortgesetzt.

"Ohne die Verlängerung der Corona-Sonderregelungen für das Kurzarbeitergeld wäre der Verlust von Arbeitsplätzen programmiert gewesen", erklärt DEHOGA-Präsident Guido Zöllick. "Deshalb sind wir sehr erleichtert, dass Bundesarbeitsminister Hubertus Heil jetzt die Verlängerung dieser Corona-Sonderregelungen angekündigt hat."

Allerdings gebe es Nachbesserungsbedarf: "Nicht nachvollziehbar ist für uns, dass die Sozialversicherungsbeiträge ab dem 31. März gar nicht mehr erstattet werden", so Zöllick weiter. "Aus unserer Sicht ist es unerlässlich, rückwirkend zum 1. Januar die volle Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge wieder vorzunehmen. Seit dem 1. Januar werden diese nur zu 50 Prozent erstattet und belasten jetzt schon zusätzlich unsere hart getroffenen Betriebe."

Der Bundesverband hat die Unternehmer auch gefragt, was sie aktuell als besonders relevant für die Zukunftssicherung ihrer Betriebe erachten. Bei den genannten Maßnahmen steht an vorderster Stelle die Entfristung der Mehrwertsteuersenkung auf Speisen (75,7 Prozent), es folgen die Abschaffung der 2G-Plus-Regelungen (73,3 Prozent) sowie die Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Getränke (67,6 Prozent).