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Warner Music spielt bei The Sandbox mit

Die Warner Music Group hat eine strategische Kooperation mit den Entwicklern der virtuellen Welt The Sandbox geschlossen. Ziel sei es, die erste musikalische Themenwelt in diesem Umfeld zu schaffen, teilen die neuen Partner mit - nicht ohne dabei Schlagworte vom Metaverse über die Blockchain bis zu NFTs zu nutzen.

28.01.2022 14:48 • von
Landnahme in The Sandbox: die Warner Music Group hat sich ein virtuelles Plätzchen gesichert, um hier neue Möglichkeiten auszuloten (Bild: press.sandbox.game, Screenshot)

Die Warner Music Group hat eine strategische Kooperation mit den Entwicklern der virtuellen Welt The Sandbox geschlossen, einer Gaming-Umgebung, die auf den ersten Blick optisch irgendwo zwischen Second Live und einem Minecraft mit feineren Details angesiedelt ist. Hinter The Sandbox steht die Animoca Brands Corporation aus Hongkong, die nur wenige Tage vor der Bekanntgabe der Partnerschaft mit Warner Music eine Finanzierungsrunde über mehr als 350 Millionen Dollar abschließen konnte, bei einer Unternehmensbewertung von rund fünf Milliarden Dollar.

Ziel der Zusammenarbeit sei es, die erste musikalische Themenwelt auf dieser Plattform zu schaffen, teilten die neuen Partner mit - nicht ohne dabei reichlich aktuelle Schlagworte vom Metaverse über die Blockchain bis zu NFTs zu nutzen. Unterm Strich dürfte es darauf hinauslaufen, dass Warner Music eine Art konzerneigene virtuelle Spielstätte entwickelt, um die Acts des Unternehmens in The Sandbox präsentieren zu können - samt entsprechender Möglichkeiten zur Monetarisierung.

"Als ein Vorreiter hat sich Warner Music ein Seegrundstück im Metaverse gesichert", sagte Oana Ruxandra als Chief Digital Officer & Executive Vice President Business Development im Hause Warner Music bei der Bekanntgabe der Kooperation. Dank der Zusammenarbeit mit The Sandbox werde man auf dem dort erschlossenen virtuellen Land ganz eigene Musikerlebnisse entwickeln können, "die die Einschränkungen der realen Welt hinter sich lassen und es unseren Künstlern und ihren Fans ermöglichen, sich wie nie zuvor zu engagieren".

Erste Erfahrungen in virtuellen Welten hatte Warner Music bereits zuvor gesammelt, unter anderem mit der Rapperin und Sängerin Ashnikko oder einem Konzert der Formation Coldplay. Mitbewerber Universal Music hatte zuletzt einen Deal mit dem US-Unternehmen Genies vereinbart, der den Künstler:innen des Unternehmens den Weg in eine Welt voller Avatare, NFTs und digitaler Fanartikel bereiten soll.

Text: Knut Schlinger