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Charts KW 4: Gzuz nicht aufzuhalten

Gzuz rappt sich mit "Grosse Freiheit" in den Offiziellen Deutschen Longplaycharts von null auf eins und verbucht damit seinen dritten Spitzenreiter als Solokünstler und den sechsten insgesamt. Mit Matthias Reim und dem englischen DJ und Produzenten Bonobo komplettieren zwei weitere Neueinsteiger das Podium. Bei den Singles gelingt Kummer in Kollaboration mit Fred Rabe mit "Der letzte Song (Alles wird gut)" die Rückkehr auf die Pole Position.

21.01.2022 16:25 • von Frank Medwedeff
Bei den Alben ganz vorn, und auch bei den Singles höchster Neuzugang: Gzuz (Bild: Pascal Kerouche)

Gzuz rappt sich mit seinem Album "Grosse Freiheit" in den Offiziellen Deutschen Longplaycharts von null auf eins. Der Hamburger Rapper verbucht damit hier seine dritte Nummer eins als Solist nach "Wolke 7" (2018) und "Gzuz" (2020). Zudem stand er noch zweimal als Mitglied der 187 Strassenbande (2017 mit "Sampler 4" und 2021 mit "Sampler 5") sowie 2016 mit "High & hungrig 2" im Duett mit Bonez MC auf dem obersten Podestplatz im Albumsegment.

Zwei weitere Neueinsteiger schaffen es ebenfalls aufs Treppchen: Matthias Reim kommt nach der ersten Verkaufswoche von "Matthias" auf Rang zwei an, und der englische DJ und Produzent Bonobo platziert seine aktuelle Veröffentlichung "Fragments" auf Anhieb auf Rang drei.

Eric Clapton verbessert sich mit "The Lady In The Balcony: Lockdown Sessions" von 26 auf vier, nachdem am 14. Januar die limitierte Vinyl-Edition dieser gesammelten Live-Aufnahmen erschienen ist. Neu dabei und gleich auf Platz fünf notiert sind die britischen Hardrock-Dauerbrenner Magnum mit "The Monster Roars".

"Besser kann ich es nicht erklären" heißt das neue Studioalbum von Madeline Juno, mit dem sie auf Rang sechs ins Chartsgeschehen eingreift. Abba sinken mit "Voyage" um eine Position auf die Sieben.

Der Livemitschnitt vom "Neujahrskonzert 2022" der Wiener Philharmoniker mit Dirigent Daniel Barenboim entert die Top 100 Longplay auf Platz acht. Dies ist laut Sony Classical die zweithöchste Platzierung aller Neujahrskonzerte bislang nach Platz vier mit der 2021er Ausgabe. Michael Brüggemann, Vice President Sony Classical Germany, erklärt dazu: "Wir freuen uns sehr, dass nach der erneuten Vertragsverlängerung mit den Wiener Philharmonikern auch das Neujahrskonzert 2022 so fantastisch gechartet ist. Das musikalisch herausragende Konzert ist gerade in diesen Zeiten ein wichtiger positiver Auftakt für das neue Jahr."

Adeles "30" nimmt jetzt die neunte Stelle ein (Vorwoche: acht), und die Top 10 schließen Santiano ab mit der Nummer sieben der vergangenen Woche, "Wenn die Kälte kommt".

Nächster Neuzugang ist auf der 14 "Dimension: Answer" von der K-Pop-Formation Enhypen. Und nach der ersten Woche im Handel unter die ersten 20 bringen es auch die "Covers" von Cat Power (17) sowie die "Ästhetik des Widerstands" von der Punkband Alarmsignal aus Celle (20).

Universal Music behält angesichts eines Marktanteils von 49,2 Prozent in der aktuellen Erhebungswoche die Oberhand in der Vertriebsrangliste zu den Longplaycharts. Sony Music ereicht mittels 19,9 Prozent den zweiten Platz vor Warner Music (13,1 Prozent), Believe/GoodToGo (7,8 Prozent) sowie SPV (2,6 Prozent).

Kummer schafft mit "Der letzte Song (Alles wird gut)", seiner Kollaboration mit Fred Rabe, von Rang zwölf aus den Sprung zurück auf die Pole Position der Top 100 Singles und verdrängt Gayles "abcdefu" an die zweite Stelle. Die Glass Animals steigern sich mit ihrem Hit "Heat Waves" von Rang fünf auf drei.

Ed Sheerans "Shivers" rangiert wie in der Vorwoche auf Position vier, während Elton John und Dua Lipas Duett "Cold Heart" um einen Rang klettert auf fünf.

Longplay-Champion Gzuz gelingt auch hier mit "Alles Black" in Zusammenarbeit mit Raf Camora und Luciano auf Rang acht der höchste Neueinstieg der Woche.

Ein Wochenanteil von 44,9 Prozent bringt auch bei den Singles Universal Music abermals auf die Spitzenposition in der Distributorenrangliste. Sony Music hat hier diesmal 27,7 Prozent aufzuweisen und verweist Warner Music (18,6 Prozent) auf den dritten Platz. Dahinter platzieren sich Believe/GoodToGo (6,2 Prozent) und Kontor/Edel (1,9 Prozent) auf den Positionen vier und fünf.

"Die ultimative Chart Show - Die emotionalsten Hits aller Zeiten" macht in den Top 30 Compilations einen Riesensatz von Rang 22 auf eins. "Bravo - The Hits 2021" behält Position zwei inne, und der Spitzenreiter der vergangenen Woche, "Future Trance - Best Of 25 Years" findet sich nun auf dem dritten Platz wieder.

Höchste neu gelistete Kopplung ist auf Rang 15 "Thorens - Tribute To A Legend", eine von in-akustik veröffentlichte Hommage an den legendären Plattenspieler TD-124 mit Jazz und Artverwandtem von Count Basie über Sonny Clark und Wolfgang Haffner bis Fela Kuti und Youn Sun Nah.

Universal Music blleibt hier haushoch überlegen in der Vertriebswertung (68,9 Prozent Marktanteil). Sony Music bringt es auf 17,9 Prozent, Warner Music auf 6,9 Prozent und Kontor/Edel auf 2,0 Prozent.