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Sony Music stellt Ultra Records unter neue Leitung

Am 20. Januar gab Sony Music die Beförderung von David Waxman zum President von Ultra Records bekannt. Im Windschatten dieser Ankündigung sickerte durch, dass der Musikkonzern das Dance-Label inzwischen ganz übernommen hat. Firmengründer Patrick Moxey hat Ultra indes verlassen.

21.01.2022 10:57 • von
Erinnerungsfoto aus dem Jubiläumsjahr 2015: der nun bei Ultra Records ausgeschiedene Gründer Patrick Moxey (links) mit Europachef Tom Keil (Bild: MusikWoche)

Am 20. Januar 2022 gab Sony Music die Beförderung von David Waxman zum President von Ultra Records bekannt. In seiner neuen Position solle der seit mehr als 25 Jahren im Dance-Geschäft aktive Waxman von New York aus das Tagesgeschäft und den Künstleraufbau des international agierenden Unternehmens leiten, und dabei eng mit dem Spitzenmanagement von Sony Music Entertainment zusammenarbeiten.

Bei Ultra Records arbeitete David Waxman in den vergangenen Jahren als Head of A&R an zahlreichen Erfolgen mit Acts wie Armin van Buuren, Black Coffee, Deadmau5, Steve Aoki oder Tiesto. Zuvor war er unter anderem in der New Yorker Clubszene aktiv, als Promoter und Manager, aber auch als DJ.

Darüber hinaus hielt sich Sony Music bei der Bekanntgabe dieser Personalie zur Situation bei Ultra Records allerdings bedeckt. Und so sickerte denn eher im Windschatten auf Nachfrage von "Billboard" und "Music Business Worldwide" durch, dass der Musikkonzern das Dance-Label inzwischen ganz übernommen und Firmengründer Patrick Moxey Ultra Records verlassen hat. Zuvor war Sony Music 2013 im Rahmen einer strategischen Partnerschaft bei Ultra Records eingestiegen.

Patrick Moxey, zuvor bei PolyGram und Virgin Records, hatte Ultra Records 1995 in New York aus der Taufe gehoben. 2015, zum 20. Jubiläum des Dance-Labels, sprach der Firmengründer mit MusikWoche unter anderem über das bis dato erfolgreichste Jahr von Ultra Records, auch dank dem Remix von Omis "Cheerleader", den Felix Jaehn im Auftrag von Tom Keil, dem General Manager Europe von Ultra Music, erstellte, und die Zusammenarbeit mit Sony Music: Er habe keine Probleme damit, dass die Majors in den Dance-Markt zurückkehren würden. "Am Ende profitieren beide Seiten, was man an unserer Partnerschaft mit Sony Music sehen kann", sagte Moxey damals. "Wenn wir einen Act wie Kygo unter Vertrag nehmen, kann Sony Music über das internationale Firmennetzwerk diese Künstler weltweit vermarkten."

Text: Knut Schlinger