Events

Record Store Day macht Taylor Swift zur Botschafterin

Mit wenigen Ausnahmen wie St Vincent oder Chuck D fungierten bislang meist weiße Rocker als Botschafter des Record Store Days. 2022 kommt nun die zweite Frau als Ambassador zum Zug: Taylor Swift.

20.01.2022 16:01 • von
Wertet Plattenläden als "heilige Orte": Taylor Swift (Bild: recordstoreday.com, Screenshot)

Bislang fungierten meist weiße Rocker als Botschafter des Record Store Days. Mit wenigen Ausnahmen wie St Vincent, die 2017 als erste Frau diese Aufgabe übernahm, oder Chuck D im Jahr 2014. 2022, wenn der Record Store Day am 23. April über die Bühne gehen soll, kommt nun die zweite Frau als Ambassador zum Zug.

Zum 15. Jubiläum des Record Store Days habe man einen großen, gar weltbekannten Act gesucht, teilen die Initiatoren dieses Feiertags des Tonträgerfachhandels am 20. Januar mit. Daher freue man sich nun ganz besonders, dass mit Taylor Swift eine der populärsten Künstler:innen weltweit diese Aufgabe übernehme.

"Ich bin sehr stolz darauf, der diesjährige Global Ambassador für den Record Store Day zu sein", gibt die US-amerikanische Künstlerin zu Protokoll. Plattenläden seien für sie schon immer heilige Orte gewesen: "Sie schaffen Kulissen für Live-Events und beschäftigen Menschen, die Musik wirklich durch und durch lieben." Allerdings hätten diese Menschen und Geschäfte "ein paar wirklich harte Jahre hinter sich". Deshalb müsse man sie nun mehr denn je unterstützen, damit sie weiter überleben und auch künftig "exzentrisch und einzigartig" bleiben können.

Taylor Swift wirft aber auch einen Blick auf die Marktentwicklung: "Es war mir eine wahre Freude, Vinylverkäufe in den letzten Jahren weiter wachsen zu sehen. Wir, die Künstler, verdanken diese angenehme Überraschung vor allem den Fans."

Erst im Herbst 2021 hatte Taylor Swift mit "Red (Taylor's Version)" eine neue Bestmarke in den USA aufgestellt: Das Album verkaufte dort in der Startwoche allein 114.000 LPs - ein neuer Wochenrekord für ein Vinylalbum in der 1991 eingeläuteten Ära der exakten elektronischen Datenerfassung durch Nielsen SoundScan beziehungsweise heute MRC Data. Daran kam wenig später auch Adele nicht vorbei, die von "30" in den USA in der VÖ-Woche 108.000 LPs absetzen konnte.

Text: Knut Schlinger