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GEMA präsentiert Jury für Deutschen Musikautor*innenpreis

Zum neuen Jahr poliert die GEMA den Namen ihres Branchen-Awards auf: Aus dem Deutschen Musikautorenpreis wird somit nun der Deutsche Musikautor*innenpreis. Zudem steht die Jury des Jahrgangs 2022 fest.

20.01.2022 13:35 • von
Stellen die Jury beim Deutschen Musikautoren*innenpreis 2022 (von links): Ebow, Sarah Nemtsov, Eva Klesse, Annette Schlünz, Alin Coen, Fabian Römer und Jutta Staudenmayer (Bild: Marcus Rex und Kevin Riedl)

Zum neuen Jahr poliert die GEMA den Namen ihres Branchen-Awards auf: Aus dem Deutschen Musikautorenpreis wird somit nun der Deutsche Musikautor*innenpreis. Die DMAP-Preisverleihung soll am 24. März 2022 in Berlin steigen.

Gut zwei Monate zuvor stellte die GEMA nun am 20. Januar die Jury des Jahrgangs 2022 vor: Mitglieder des siebenköpfigen Gremiums sind Singer/Songwriterin Alin Coen, die zugleich die Preiskategorie Text Rock/Pop repräsentiert, Rapperin Ebru "Ebow" Düzgün (Kategorie Komposition Hip-Hop), Jazz-Schlagzeugerin Eva Klesse (Komposition Jazz/Crossover), Komponistin Sarah Nemtsov (Komposition Musiktheater), Filmkomponist Fabian Römer (Komposition Audiovisuelle Medien), die freischaffende Komponistin Annette Schlünz (Komposition Kammermusik) und Schlagertexterin Jutta Staudenmayer (Text Schlager). Als Sprecherinnen der Jury fungieren Ebru "Ebow" Düzgün und Annette Schlünz.

Neben den hier bereits abgedeckten sieben Preiskategorien sind weitere Auszeichnungen in den Sparten "Nachwuchspreis", "Lebenswerk" und "Erfolgreichstes Werk 2021" ausgelobt, wobei der Nachwuchspreis in den beiden Bereichen "Ernste Musik" und "Unterhaltungsmusik" mit jeweils 10.000 Euro dotiert ist.

Der 2009 von der GEMA ins Leben gerufene Deutsche Musikautor*innenpreis rückt unter dem Motto "Autor*innen ehren Autor*innen" die Musikschaffenden in den Vordergrund, die oftmals nicht selbst als Interpreten im Rampenlicht stehen: "Es ist wichtig, Musikautor*innen in den Vordergrund zu stellen, weil sie viel zu oft nicht gesehen werden mit dem, was sie leisten", betont denn auch Jurysprecherin Ebow. "Sie schaffen es, komplette Gefühlswelten mit ihren Kompositionen und Texten auszudrücken, lebendig und nachvollziehbar zu machen. Sie berühren uns mit ihrer Arbeit."

Die Jury soll in ihrer Bewertung unter anderem "die handwerkliche Qualität des künstlerischen Schaffens" heranziehen, aber auch "Innovation und Individualität der Werke und eine eigene künstlerische Handschrift", wie Annette Schlünz erläutert: "Mein Antrieb war es, zu schauen: Wie steht jemand da, wie hat sie oder er sich entwickelt? Wo kommt jemand her, wo geht sie oder er hin? Womit setzt sie oder er sich auseinander, wie experimentell ist sie oder er? Wie spannend ist das, was derjenige oder diejenige macht? Und wie gut ist das Handwerk?"

Die Nominierten für den DMAP 2022 sollen im Februar bekannt gegeben werden. Die Jury stellt sich online bereits in einem Jury-Film vor.

Nachdem die Veranstaltung 2020 coronabedingt ganz ausfallen musste, erfolgte die Bekanntgabe der jüngsten Preisträger:innen im März 2021 "scheibchenweise" und mit einem abschließenden Livestream-Event.

Text: Knut Schlinger