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Keychange-Programm fördert 76 Talente

Aus über 590 Bewerbungen wählte eine Jury nun 76 Teilnehmer:innen aus zwölf Ländern für das Keychange-Development-Programme. Aus Deutschland profitieren unter anderem Albertine Sarges, Imke Machura und Katharin Ahrend von der Initiative, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter in der Musik einsetzt.

19.01.2022 14:55 • von Jonas Kiß
Hat es in das Förderprogramm von Keychange geschafft: Albertine Sarges (Bild: Anika Zachow)

Aus über 590 Bewerbungen wählte eine Jury nun 76 Teilnehmer:innen aus zwölf Ländern für das Keychange-Development-Programme. Das einjährige Talentförderprogramm soll ausgewählten Künstler:innen und Menschen aus der Musikbranche bei der Umsetzung ihrer nächsten Karriereschritte helfen.

Die 76 Teilnehmer:innen aus Europa und Kanada haben nun unter anderem die Möglichkeit, Teil des internationalen Keychange-Netzwerks zu werden, Auftritte bei Keychange-Partnerfestivals zu spielen oder an Mentoring-Programmen teilzunehmen.

Aus Deutschland profitieren unter anderem die Sängerin Albertine Sarges, die Band Laura Lee & The Jettes und die Singer/Songwriterin Lùisa sowie Musikindustrie-Innovatorinnen wie Musikmanagerin Azlay, Imke Machura (Raketerei) und Katharin Ahrend (Clubcommission Berlin) von der Initiative, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter in der Musik einsetzt.

Das Programm beginnt mit einem digitalen Kick-off vom 16. bis 18. Februar 2022, es folgen Netzwerktreffen in London am 8. und 9. Juni sowie beim Reeperbahn Festival im September.

Neben den Treffen mit dem gesamten Netzwerk werden die Teilnehmer:innen an Creative Labs auf den 13 Festivals teilnehmen, die mit Keychange in Europa und Kanada zusammenarbeiten. Bei den Creative Labs finden unter anderem Workshops, Seminare, Studio-Sessions und Masterclasses statt.

Außerdem nehmen die Künstler:innen des Programms an internationalen Showcases teil, während die Innovator:innen zu internationalen Musikkonferenzen eingeladen werden. Alle Teilnehmer:innen können von einem Mentoring-Programm profitieren, das in Zusammenarbeit mit shesaid.so entwickelt wurde.

Merle Bremer, Projektleiterin Keychange beim Reeperbahn Festival, freut sich auf die vielen talentierten Künstler:innen und Innovator:innen: "Leider ist Covid immer noch allgegenwärtig. Studien zeigen, dass Frauen und nicht-binäre Menschen von den Auswirkungen der Pandemie stärker betroffen sind als andere. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir mit Keychange ein motivierendes Programm auf die Beine stellen, das alle Teilnehmerinnen unterstützt, ihre beruflichen und persönlichen Fähigkeiten auszubauen und ihre beruflichen Ziele bis 2022 zu erreichen. Keychange arbeitet hart daran, die Erfahrungen der Teilnehmerinnen zu verbessern und alle verfügbaren Instrumente zur Verfügung zu stellen, um ein robustes und wirklich weltweites Netzwerk zu schaffen - auch über europäische Grenzen hinweg", so Bremer.

Insgesamt haben in den vergangen Jahren bereits 133 Teilnehmerinnen am Keychange-Programm teilgenommen.