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Charts KW 3: Alfinito im Fotofinish vorn

In den Top 100 Longplay geht Schlagersängerin Daniela Alfinito hauchdünn vor Rapper OG Keemo über die Ziellinie und landet mit "Löwenmut" ihr viertes Nummer-eins-Album. Bei den Singles behält Gayle mit "abcdefu" die Oberhand.

14.01.2022 16:01 • von Frank Medwedeff
Springt mit "Löwenmut" von null auf eins: Daniela Alfinito (Bild: Kerstin Joensson)

Daniela Alfinito schwingt sich mit "Löwenmut", so der Titel ihres aktuellen Albums, in den Offiziellen Deutschen Charts von null auf eins. Die bei Telamo unter Vertrag stehende Schlagersängerin landet damit bereits ihre vierte Nummer eins - nach "Du warst jede Träne wert" (2019), "Liebes-Tattoo" (2020) und "Splitter aus Glück" (2021).

Alfinito äußert sich folgendermaßen zu ihrem aktuellen Erfolg: "'Löwenmut' bedeutet, Vertrauen in sich selbst zu haben, neugierig zu bleiben, sich selbst zu akzeptieren, mutig zu sein und dem Leben mit Hoffnung entgegenzublicken. Mit dieser ungezähmten Lust aufs Leben habe ich auch mein neues Album an den Start gebracht! Dass 'Löwenmut' auf eins gegangen ist - würde ich vor Freude am liebsten für alle Kinder, Frauen und Männer in die Welt raus brüllen, die im Leben schon viel durchstehen mussten und dennoch ihren Mut nie verloren haben!!!!"

Ken Otremba, der Telamo-Geschäftsführer, merkt an: "Herzlichen Glückwunsch an Daniela und das gesamte Team zu diesem großartigen Chartergebnis! Daniela ist immer ganz nah an ihrem Publikum und reflektiert in ihren Songs die Themen, die sie bewegen. Das ist ihr auch wieder beim neuen Album 'Löwenmut' hervorragend gelungen."

Dabei entscheidet die hessische Sängerin nach Angabe von GfK Entertainment ein "äußerst knappes Rennen" mit dem Rapper OG Keemo für sich, der mit "Mann beisst Hund" auf Rang zwei über die Ziellinie geht. "Toy", das neue posthume Werk von David Bowie, debütiert auf Rang drei.

Weitere Neuzugänge schließen sich an mit Rapper 18 Karat und "Uncut" auf Rang vier und dem kanadischen Weltstar The Weeknd, dessen neue Songkollektion "Dawn FM" an fünfter Stelle in den deutschen Longplaycharts debütiert.

Abbas "Voyage" geht in dieser Woche talwärts von Rang drei auf sechs. Und auch für die weiteren in den Top 10 gelisteten Alben zeigt der Pfeil nach unten: für "Wenn die Kälte kommt" von Santiano (von vier auf sieben) ebenso wie für Adeles "30" (von fünf auf acht), Patricia Kellys "Unbreakable" (von zwei auf neun) sowie für Helene Fischers "Rausch" (von sieben auf zehn).

"Miserabel" muss sich der Rapper Kurdo eigentlich nicht fühlen, denn sein so benanntes Album steigt immerhin auf Rang 13 in die deutsche Albumhitliste ein, unmittelbar gefolgt vom US-Kollegen Gunna und dessen "DS4ever".

Nach der ersten Verkaufswoche in die Top 20 gelangen außerdem noch die "Canzoni Segrete" vom italienischen Liedermacher Pippo Pollina (Platz 19) und "Super1" (20) vom Deutschrapper Musso aus Mannheim, der übrigens auch italienische Wurzeln hat.

Die Vertriebsrangliste zu den Longplaycharts sieht Universal Music (39,9 Prozent Marktanteil) vorn. Warner Music kommt auf 33,0 Prozent, Believe/GoodToGo auf 14,4 Prozent, Sony Music auf 7,7 Prozent und Kontor/Edel auf 1,6 Prozent.

Gayle behauptet mit "abcdefu" die Tabellenführung in den Top 100 Singles. Die Teenagerin aus den USA wehrt den Angriff der 187-Strassenbande-Rapper Gzuz und Bonez MC ab, deren neuer Duett-Track "Wenn ich will" als höchster Neuzugang der Woche auf Rang zwei ankommt. Folglich muss Pajel mit "10von10" eine Rangstufe nach unten nehmen auf die Drei.

Es folgen zwei Acts aus Großbritannien: Ed Sheeran verharrt mit "Shivers" auf der Vier, und die Glass Animals verbessern sich mit "Heat Waves" um eine Stelle auf die Fünf.

Der nächste neu gelistete Track findet sich dann auf Rang 19: "Molly" von Selmon - einem außerirdischen digitalen Bären, wie Universal Music gerade enthüllte - im Verbund mit Bausa.

Universal Music dominiert auch im Singlesbereich anhand eines Wochenanteils von 44,0 Prozent das Distributorenranking. Nummer zwei ist hier aktuell Sony Music (26,7 Prozent) vor Warner Music (20,1 Prozent), Believe/GoodToGo (6,4 Prozent) sowie iGroove Music (1,9 Prozent).

Bei den Compilations boomen Kopplungen aus dem Bereich Dance/Electronic: "Future Trance - Best Of 25 Years" schnellt von null auf eins und verdrängt "Bravo - The Hits 2021" an die zweite Stelle. Und gleich zwei Zusammenstellungen der Marke "Dream Dance" platzieren sich in der Spitzengruppe mit "Dream Dance Vol. 92" auf Rang drei sowie "Dream Dance - Best Of Vol. 37 - 40" auf vier. Die Top 5 komplettieren die in der Vorwoche noch auf Position zwei geführten "Après Ski-Hits 2022".

Universal Music dominiert die Vertriebswertung zu den Top 30 Compilations per 60,6 Prozent Marktanteil noch immer unangefochten. Sony Music belegt den zweiten Platz (28,8 Prozent) und Warner Music Position drei (6,0 Prozent), gefolgt von Kontor/Edel mit glatt zwei Prozent.