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Gutscheinregelung bereitet Veranstalter:innen zusätzliche Sorgen

Seit dem 1. Januar können sich Ticketkäufer:innen ihre Gutscheine auszahlen lassen, die sie als Ausgleich für ausgefallene Veranstaltungen erhielten. Aber nicht nur das bereitet vielen Kulturveranstalter:innen derzeit Sorge.

12.01.2022 11:08 • von Jonas Kiß
Könnten durch die Rückzahlungen an die Ticketkäufer*innen in Existenznot kommen: die Konzertveranstalter*innen (Bild: Imago, Pop-Eye)

Seit dem 1. Januar 2022 können sich Ticketkäufer:innen ihre Gutscheine auszahlen lassen, die sie in der ersten Corona-Welle 2020 als Ausgleich für ausgefallene Veranstaltungen erhielten. Aber nicht nur das bereitet vielen Kulturveranstalter:innen derzeit Sorge.

Auch dass viele Konzerte derzeit erneut verschoben oder sogar komplett abgesagt werden müssen, fordert die Veranstalter:innen heraus. Deshalb fordern sie von der Politik mehr Planungssicherheit durch bundesweit einheitliche Regelungen.

So erklärte etwa Burkhard Glashoff, Geschäftsführer Konzertdirektion Rudolf Goette, im NDR: "Ein Aufschwung der Konzertbranche scheint durch die rasche Verbreitung der Omikron-Variante und die unvorhersehbare und uneinheitliche Reaktion der Politik darauf in weite Ferne gerückt. Wir hangeln uns bei unseren Konzerten zurzeit von Woche zu Woche, ohne zu wissen, was wir unter welchen Bedingungen veranstalten dürfen."

Laut Frehn Hawel, Pressesprecher Karsten Jahnke Konzertdirektion, drohe jetzt schon die Situation, dass Veranstaltungen auch langfristig nur noch während der Sommermonate erlebt werden könnten. Deshalb fordert er eine Verlängerung der staatlichen Sonderfonds. Im "Hamburg Journal" vom NDR wandte er sich zudem mit einem Appell an alle Ticketkäufer:innen.

Auch Jens Michow, Präsident Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV), appellierte an die Karteninhaber:innen, zu prüfen, ob es möglich ist, auf die Rückzahlung des Eintrittspreises zu verzichten, wie "Kulturnews" berichtet. Denn nur auf diesem Weg würden besonders die betroffenen kleinen Veranstalter:innen von drohenden Insolvenzen verschont bleiben.