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GVL verteilt mehr als je zuvor

Die GVL zieht ein erstes positives Fazit für 2021: Im vergangenen Jahr sei bei 15 Verteilungen eine Summe von 337 Millionen Euro an die Berechtigten ausgeschüttet worden. Damit habe man "den Höchstwert des vorherigen Jahres nochmals um 45 Millionen Euro übertroffen".

11.01.2022 13:29 • von
Legen erste Zahlen fürs Jahr 2021 vor: die GVL-Geschäftsführer Tilo Gerlach (links) und Guido Evers (Bild: Dirk Deckbar)

Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) zieht ein erstes positives Fazit für 2021: Im vergangenen Jahr sei bei 15 Verteilungen eine Summe von 337 Millionen Euro an die Berechtigten ausgeschüttet worden, teilte die Verwertungsgesellschaft am 11. Januar 2022 mit. Zum Vergleich: 2020 schüttete die GVL rund 292 Millionen Euro an Hersteller*innen und Künstler*innen aus, 2019 waren es Vergütungen in Höhe von 219 Millionen Euro.

"Für das Jahr 2021 hatten wir uns mehr Verteilungen denn je vorgenommen", erläutern Guido Evers und Tilo Gerlach. "Vom ersten Tag des Jahres an haben wir alles darangesetzt, diese ambitionierte Verteilungsplanung zu erfüllen", blicken die beiden GVL-Geschäftsführer zurück.

"Gerade in diesen für Kreative und ihre Partner so unsicheren Zeiten lag unsere absolute Priorität darauf, so viel wie möglich an unsere Berechtigten zu verteilen", ergänzen Evers und Gerlach. "Im Ergebnis haben wir den Höchstwert des vorherigen Jahres nochmals um 45 Millionen Euro übertroffen." Zur Verteilsumme von 337 Millionen Euro kommen zudem "die quartalsmäßigen Weiterleitungen ausländischer Gelder" hinzu.

Zusammen mit der ausgezahlten Summe sei auch die Zahl "der an den Verteilungen partizipierenden Berechtigten weiter gestiegen", informiert die GVL: "So haben im vergangenen Jahr über 142.000 Künstler*innen allein im Rahmen der Schlussverteilung 2016 Vergütungen von der GVL erhalten. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass die Kreativen selbst sehr aktiv ihre Mitwirkungen an Produktionen angemeldet haben."

Angesichts der Rekordauszahlungen konnte die GVL zudem "ihre Rückstellungen und Verbindlichkeiten 2021 ein weiteres Jahr in Folge um über 100 Millionen Euro reduzieren", teilt die Verwertungsgesellschaft mit.

"Auch wenn die Bilanz aktuell erst erstellt wird, konnten wir schon ein erstes positives Bild gewinnen: Trotz der Auswirkungen der Pandemie auf die Kreativindustrie erwarten wir insgesamt stabile Ergebnisse für 2021", berichten Evers und Gerlach. "Die endgültigen Finanzzahlen für das Geschäftsjahr 2021 werden im Jahresabschluss im kommenden Frühsommer veröffentlicht und Grundlage der Erstverteilungen im dritten Quartal sein.

Nur wenige Tage vor der aktuellen Zwischenbilanz hatte die GVL bereits eine Verteilplanung für das Jahr 2022 auf ihren Onlineseiten veröffentlicht.

Text: Knut Schlinger