Handel

Britischer Musikmarkt wächst um 2,5 Prozent

Das Geschäft mit Recorded Music verzeichnete 2021 in Großbritannien ein Wachstum um 2,5 Prozent. Nach Daten der British Phonographic Industry (BPI) und der Official Charts Company kauften oder streamten britische Fans im vergangenen Jahr 159 Millionen Alben.

04.01.2022 08:44 • von Jonas Kiß
Stellte 2021 mit "30" das meistverkaufte Album in Großbritannien: Adele (Bild: Simon Emmett)

Das Geschäft mit Recorded Music verzeichnete 2021 in Großbritannien ein Wachstum um 2,5 Prozent. Nach Daten der British Phonographic Industry (BPI) und der Official Charts Company kauften oder streamten britische Fans im vergangenen Jahr 159 Millionen Alben.

Der Musikkonsum im Vereinigten Königreich setzte sich hauptsächlich aus Streams zusammen und umfasste mehr als 147 Milliarden einzelne Audiostreams, was einem Anstieg von 5,7 Prozent gegenüber 2020 entspricht - und dem Äquivalent von 132 Millionen gestreamten Alben.

Insgesamt machte das Streaming 83 Prozent des britischen Musikkonsums aus. Laut BPI wurden demnach 1918 Acts im Jahr 2021 mehr als zehn Millionen Mal im Vereinigten Königreich gestreamt. 2020 lag die Zahl bei 1798 und 2019 noch bei 1537, was einem Anstieg um ein Viertel in zwei Jahren entspricht. Fast doppelt so viele Künstler wie in der CD-Ära würden nun "bedeutende Tantiemen" verdienen, bilanziert der Branchenverband.

Darüber hinaus wurden 2021 über 14 Millionen CDs und 5,3 Millionen Vinyl-LPs sowie 185.000 Kassetten verkauft. Damit machten Vinyl-LPs mehr als ein Viertel aller Käufe im physischen Format aus, und der Absatz mit Vinyl wuchs das 14. Jahr in Folge. Die Audiokassette, die um 19 Prozent auf 185.000 gekaufte Exemplare anstieg, erreichte damit den höchsten Wert seit 2003, während die Compact Disc seit 2004 einen Nachfragerückgang verzeichnet.

Zum meistverkauften Album des Jahres wurde "30" von Adele gekürt. Mit 262.000 Verkäufen in der ersten Charts-Woche stand "30" insgesamt fünf Wochen lang an der Spitze der offiziellen britischen Albumcharts.

"Die vergangenen 12 Monate haben uns wieder einmal vor Augen geführt, welch wichtige Rolle die Musik in unserem Leben spielt, während unser Leben immer mehr durcheinander gerät", sagt Geoff Taylor, Chief Executive BPI, Brit Awards & Mercury Prize: "Gleichzeitig hat das Aufkommen von Streaming mehr Künstlern als je zuvor - aus allen Bereichen und Epochen - die Möglichkeit gegeben, neue Fangemeinden auf der ganzen Welt aufzubauen und eine erfolgreiche Musikkarriere zu starten, während die Plattenfirmen weiterhin die Investitionen und die Unterstützung bereitstellen, die britische Talente benötigen, um zu gedeihen und ein wirklich globales Publikum zu erreichen."