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Universal in Jahresauswertung vorn, Warner legt zu

Universal Music führt nach wie vor das Feld in der GfK-Entertainment-Chartsauswertung in nahezu allen Bereichen an, während Warner Music bei den Alben auf Platz zwei vorrückt. Alle drei Majors bauen zudem ihre Anteile auf Kosten der Indies aus.

20.12.2021 09:42 • von Dietmar Schwenger
Verhalfen Universal Music 2021 zu einem klaren Sieg: Abba (Bild: Baillie Walsh)

Universal Music führt nach wie vor das Feld in der GfK-Entertainment-Chartsauswertung in nahezu allen Bereichen an, während Warner Music bei den Alben auf Platz zwei vorrückt. Alle drei Majors bauen zudem ihre Anteile auf Kosten der Indies aus.

Nach einer leichten Delle im Vorjahr gewinnt Universal Music im Erhebungszeitraum wieder Chartsanteile hinzu. Nach 41,98 Prozent im Jahr 2020 kommt der Weltmarktführer 2021 auf 46,07 Prozent im Albumbereich. Das liegt auch, aber nicht nur am überragenden Erfolg des Abba-Comebacks. Denn auch Helene Fischer, Santiano und die von Universal Music vertriebenen Ärzte schafften es in die Top 10 der erfolgreichsten Interpreten des Jahres.

"Der phänomenale Erfolg unserer Artists ist das Ergebnis ihrer künstlerischen Qualität und einer großen Gestaltungskraft sowohl in unseren gemeinsamen Kreativ- als auch Business-Prozessen", analysiert Frank Briegmann, Chairman & CEO Universal Music Central Europe und Deutsche Grammophon.

In der Longplayer-Wertung belegen Universal-Acts die Hälfte der Top-10-Platzierungen, bei den Singles sind es sogar sechs von zehn. Neben Helene Fischer im Albumsegment (mit "Rausch" und "Die Helene Fischer Show - Meine schönsten Momente - Vol. 1") ist The Weeknd ("Save Your Tears" und "Blinding Lights") bei den Singles doppelt vertreten. Bei den Alben ist Universal Music doppelt so erfolgreich wie der nächste Mitbewerber. Bei den Longplay-Labels stellt Universal Music mit Polydor national, Universal und Vertigo Berlin gar die ersten drei Plätze, während Briegmann und sein Team bei den Compilations mit 40,81 Prozent das Feld anführen.

Aber auch im Hause Warner Music gibt es Grund zu feiern. Im Jahr der Stabübergabe von Bernd Dopp an Doreen Schimk und Fabian Drebes verdrängen die Hamburger mit einem Anteil von 20,35 Prozent (Vorjahr: 16,91 Prozent) Sony Music von Rang zwei. Das Team von Patrick Mushatsi-Kareba kommt nach 24,1 Prozent im Vorjahr dieses Mal auf 19,62 Prozent.

Einen Rückgang hinnehmen müssen auch die Indie-Vertriebsfirmen. Nach einem Anteil von 17,01 Prozent im Jahr 2020 fällt dieser nun auf 13,96 Prozent. Entsprechend verbessern die drei Majors zusammengezählt ihren Anteil bei den Alben von 82,99 Prozent auf 86,04 Prozent. Dennoch konnte etwa die Firmenfamilie Believe/GoodToGo von 6,72 Prozent auf nunmehr 7,75 Prozent zulegen, und auch Kontor New Media/Edel steigert den Anteil von 1,56 Prozent auf aktuell 1,83 Prozent, gefolgt von 375 Media mit 1,16 Prozent und Tonpool Medien mit 1,03 Prozent.

Top-Interpreten im Jahr 2021

Nr.1 Interpret Longplay

Abba

Nr. 1 Titel Longplay

Abba - "Voyage"

Nr. 1 Interpret Singles

Ed Sheeran

Nr.1 Titel Singles

"Wellerman" - Nathan Evans

MusikWoche veröffentlicht regelmäßig die kumulierten Werte für die erfolgreichsten Labels, Firmen, Konzerne und Verlage. Auf den kommenden Seiten finden Sie die Ergebnisse für das Jahr 2021. Als Grundlage für diese Auswertung dienen die kumulierten Werte der Kalenderwochen 50/2020 bis 49/2021 (bis einschließlich 9. Dezember) von GfK Entertainment.