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Robbie Shakespeare verstorben

Am 8. Dezember ist Robbie Shakespeare im Alter von 68 Jahren gerstorben. Der einflussreiche Bassist war ein Teil der Rhythmusgruppe Sly & Robbie, die bei Black Uhuru spielte, aber auch zahlreiche Künstler von Bob Dylan über Jackson Browne bis Mick Jagger begleitete.

09.12.2021 13:07 • von Dietmar Schwenger
Verstorben: der Bassist Robbie Shakespeare, hier bei einem Auftritt 2015 in Berlin (Bild: Pop-Eye, Imago)

Am 8. Dezember 2021 ist Robbie Shakespeare, der sich jüngst einer Nierenoperation unterziehen musste, im Alter von 68 Jahren gerstorben. Der einflussreiche Bassist war ein Teil der Rhythmusgruppe Sly & Robbie, die bei Black Uhuru spielte, aber auch zahlreiche Künstler von Bob Dylan bis Jackson Browne bis Mick Jagger begleitete.

Die jamaikanische Kulturministerin Olivia Grange würdigte den Künstler als "einen der größten Musiker des Landes". Das "fantastische Team" mit ihm und seinem Schlagzeugpartner Sly Dunbar habe "Bass- und Schlagzeugspielen auf eine neue Ebene gehoben".

Der am 27. September 1953 in East Kingston geborene Robbie Shakespeare spielte mit zahlreichen Reggae-Acts wie Bob Marley, Peter Tosh oder Gregory Isaacs. Später in seiner Karriere arbeitete er auch mit zahlreichen Künstlern außerhalb der Reggae-Szene - darunter Grace Jones, Jackson Browne, Joe Cocker, Gary Barlow, Sting, Serge Gainsbourg, Joan Armatrading, Sinéad O'Connor, Garland Jeffreys, Carly Simon, Mick Jagger, Yoko Ono oder Bob Dylan, dessen Alben "Infidels", "Empire Burlesque" und "Down In The Groove" Shakespeares Bassspiel veredelte.

Auch als eigenständige Band waren Sly & Robbie erfolgreich. Das Duo veröffentlichte mehrere Alben. Das erfolgreichste war 1987 "Rhythm Killers" mit dem Hit "Boops (Here to Go)". Der Bassstil von Robbie Shakespeare zeichnete sich durch effektive Grooves und rhythmische Raffinessen bei hoher Melodiösität aus, ab und an ergänzt durch Dub-Effekte.