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FKP Scorpio reklamiert Erfolg im Kampf gegen Ticket-Schwarzmarkt

Eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg gegen die Plattform Viagogo bezüglich Zweit-Tickets für die kommende Tour von Ed Sheeran wertet Veranstalter FKP Scorpio als wichtiges Signal zur Bekämpfung des Ticket-Schwarzmarkts.

06.12.2021 13:28 • von Frank Medwedeff
Unterstützt FKP Scorpio beim Vorgehen gegen den Ticket-Schwarzmarkt: Ed Sheeran (Bild: Dan Martensen_Warner Music)

FKP Scorpio begrüßt eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg gegen Viagogo aus dem November 2021 als "erneuten Erfolg im Kampf gegen den Ticket-Schwarzmarkt". Das Gericht habe demnach der umstrittenen Zweitticket-Plattform Viagogo "nach 2019 erneut per einstweiliger Verfügung verboten, Karten für Ed-Sheeran-Konzerte anzubieten, ohne deutlich darauf hinzuweisen, dass diese Tickets nicht zum Einlass zu den Konzerten berechtigen".

Veranstalter FKP Scorpio und Ed Sheeran hätten diesen "erneuten Erfolg im Rahmen einer breit angelegten Strategie für die Bekämpfung des Ticket-Schwarzmarkts" erzielt, auf dem "bereits erworbene Karten stark überteuert und ohne jeglichen Käuferschutz weiterverkauft werden".

Das Landgericht Hamburg habe Viagogo konkret untersagt, Karten für Sheerans kommende Tournee anzubieten oder deren Verkauf zu ermöglichen, "ohne deutlich zu machen, dass hier erworbene Eintrittskarten aufgrund ihrer Personalisierung gar nicht zum Einlass zu den Konzerten berechtigen und nur in digitaler Form existieren - und damit für Zweitkäufer wertlos sind".

Als Veranstalter von Ed Sheerans bevorstehender "Mathematics Tour" in der Open-Air-Saison 2022 gehe FKP Scorpio gemeinsam mit dem Künstler streng gegen den Ticketzweitmarkt vor: Um die Fans vor überteuerten Angeboten zu schützen, komme für alle Konzerte dieser Tournee neben Ausweiskontrollen eine eigens entwickelte mobile Ticketing-Technologie zum Einsatz, die den unautorisierten Weiterverkauf unmöglich mache. "Um am Einlass keine negative Überraschung zu erleben", rät FKP Scorpio den Fans, Tickets ausschließlich über den offiziellen Kartenanbieter CTS Eventim oder seine Wiederverkaufsplattform Fansale zu erwerben. "Da die Tickets nur rein digital existieren, ist ihre unlautere Weitergabe außerhalb der Plattform Fansale ohnehin gar nicht möglich", bekräftigt der Konzert-, Tournee- und Festivalveranstalter.

"Wir freuen uns über diesen Erfolg vor Gericht, der unlauteren Geschäftsmodellen auf Kosten der Verbraucher weitere Steine in den Weg legt", erklärt Inga Esseling, Promoterin bei FKP Scorpio. "Zusätzlich zur Eindämmung solcher Angebote sind rechtliche Schritte auch notwendig, um öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. Nur so können wir Fans früh genug erreichen und schützen."

FKP Scorpio wird dabei weiterhin von der Kanzlei Schütz Rechtsanwälte aus Karlsruhe betreut, die bereits mehrfach erfolgreich gegen Viagogo vorgegangen sei. Rechtsanwalt Markus Schütz kommentiert: "Die Weitergabe im Rahmen der geltenden Spielregeln und zu fairen Preisen ist nicht das Problem. Problematisch wird es dann, wenn Karten von Anfang an in der Absicht gekauft werden, um damit Geld zu verdienen. Den Fans kann man nur raten, auf dem Schwarzmarkt und insbesondere bei Viagogo nicht das Risiko einzugehen, zu Wucherpreisen ungültige oder gefälschte Karten zu erstehen. Weiterverkäufe zu überhöhten Preisen werden wir weiterhin konsequent bekämpfen."