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Charts KW 49: Abba wieder top in weihnachtlicher Woche

In den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts ziehen Abba mit "Voyage" wieder an Adele vorbei und holen sich das Zepter zurück. Ansonsten weihnachtet es schon sehr: So ist Howard Carpendales "Happy Christmas" auf Rang drei höchster Neuzugang bei den Alben; und bei den Singles belegen die Klassiker zum Fest von Mariah Carey und Wham! die ersten beiden Plätze.

03.12.2021 15:49 • von Frank Medwedeff
Wieder ganz oben bei den Alben: Abba (Bild: Ludvig Andersson)

Abba, letzte Woche mit "Voyage" auf Rang zwei notiert, holen sich die Tabellenführung in den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts zurück. Vorwochensiegerin Adele muss mit "30" nun mit dem zweiten Platz vorliebnehmen.

Höchster Neueinsteiger der Woche ist an dritter Position Howard Carpendales "Happy Christmas", sein Weihnachtsalbum mit dem Royal Philharmonic Orchestra. Vor dem zweiten Advent klettert zudem auch Roland Kaisers "Weihnachtszeit" signifikant um zwölf Stellen auf die Vier.

Neu dabei auf fünf sind Deep Purple mit der Coverversionensammlung "Turning To Crime", auf dem die Hardrockhelden lustvoll andere Genres durchstreifen mit ihren Versionen von Songs von Bob Seger, den Yardbirds, Bob Dylan, Little Feat, Lonnie Donnegan, Love, Ray Charles oder Fleetwood Mac.

Helene Fischers "Rausch", letzte Woche von GfK Entertainment noch auf Position vier geführt, rangiert nun auf der Sechs. Von null auf sieben hievt sich die Rapperin badmómzjay mit ihrem Debütalbum "badmómz".

Ed Sheerans "=" (Equals) bleibt nicht gleich, sondern verbessert sich von neun auf acht. Das Lumpenpack rockt sich mittels "Emotions" von null auf neun. Auf Platz zehn findet sich jetzt die Nummer drei der vergangenen Woche, Shirin Davids "Bitches brauchen Rap".

Farid Bang bringt es mit "X" aus dem Stand auf Platz 13. Und ebenso in den Top 20, genauer gesagt auf Position 16, debütiert "Worship", der neue Studiolongplayer der schwedischen Death-Metal-Gruppe Hypocrisy.

Immerhin noch direkt unter den ersten 30 landen "Brilliant Adventure (1992 - 2001)", ein neues posthumes Boxset von David Bowie (Rang 23), sowie "Endlich!!" von der in der sogenannten "Schwarzen Szene" etablierten Frankfurter Band ASP (26).

47,6 Prozent Marktanteil in der frisch ausgewerteten Erhebungswoche (bis einschließlich 2. Dezember) bedeuten für Universal Music die weiterhin deutliche Dominanz in der Vertriebsrangliste zu den Longplaycharts. Sony Music (21,1 Prozent) ist hier die Nummer zwei, gefolgt von Warner Music (17,2 Prozent), Believe/GoodToGo (8,1 Prozent) sowie Kontor/Edel (5,7 Prozent).

In den Top 100 Singles gehen die größten Weihnachtshits der letzten Jahrzehnte drei Wochen vor Heiligabend bereits nach ganz vorn: Mariah Careys "All I Want For Christmas Is You" springt von 18 auf eins. Und um ebenfalls 17 Positionen rauf bewegen sich Wham! und ihr Evergreen "Last Christmas" (von 19 auf zwei).

Die 17-jährige texanische Sängerin Gayle steigert sich mit ihrer über TikTok populär gewordenen Aufnahme "abcdefu" von sieben auf drei und verdrängt "Do It To It" von Acrace feat. Cherish auf die vierte Position. Rauf von elf auf fünf geht es für Kummer feat. Fred Rabe mit "Der letzte Song (Alles wird gut)".

Apache 207 legt mit "Sport" auf Rang zehn hier den höchsten Neueinstieg der Woche hin. Direkt dahinter auf der Elf tauchen Die Ärzte auf, deren neue Single "Kraft" propagiert.

Universal Music liegt im Distributorenranking zu den Singlescharts anhand von 44,9 Wochenanteil vor Sony Music (27,8 Prozent) in Führung. Es schließen sich Warner Music (17,4 Prozent), Believe/GoodToGo (3,8 Prozent) und iGroove (2,2 Prozent) an.

"Bravo - The Hits 2021" ist weiterhin das Nonplusultra in den Top 30 Compilations. "The Dome Vol. 100", die Jubiläumsfolge der Erfolgsreihe, katapultiert sich von null auf zwei. Und mit dem "Rookies & Friends Sampler Vol. 3" bringt es ein weiterer Neueinsteiger auf Podestplatz drei.

Universal Music lässt mit hier 59,4 Prozent Marktanteil den konkurrierenden Vertrieben keine Chance. Sony Music reichen 18,3 Prozent für Rang zwei. Warner Music nimmt Platz drei ein (8,9 Prozent) vor Believe/GoodToGo (7,6 Prozent).