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Michow sieht bei mehr als 2G "Todesstoß für viele Veranstalter"

Angesichts weiterer Corona-Verschärfungen kritisiert BDKV-Präsident Jens Michow über 2G hinausgehende Maßnahmen und Kapazitätsbeschränkungen für Großveranstaltungen. "Damit könne man "den Laden dicht­machen".

01.12.2021 11:26 • von Dietmar Schwenger
Kritisiert das 2Gplus-Modell: BDKV-Präsident Jens Michow (Bild: Klaus Westermann)

Angesichts weiterer Corona-Verschärfungen kritisiert BDKV-Präsident Jens Michow über 2G hinausgehende Maßnahmen und Kapazitätsbeschränkungen für Großveranstaltungen. "Damit könne man "den Laden dicht­machen", sagte Michow dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND). "Das wäre der Todesstoß für viele Veranstalter." Auch regionale Lockdowns wären für die Branche kaum zu stemmen, denn dadurch würden Tourneen unmöglich gemacht.

Michow spricht sich zudem gegen die 2Gplus-Regelung aus: "Wer geimpft und genesen ist, will sich für den Besuch von Konzerten nicht zusätzlich auch noch testen lassen." Auch personell sei das neben der Kontrolle der Impf­ausweise von den Veran­staltern auch personell nicht mehr zu stemmen. Darüber hinaus würden Besucher oftmals sehr verärgert reagieren und ihre Wut an den Veranstaltern auslassen. "Viele von ihnen haben ja ihre Karten bereits 2019 gekauft und haben sich darauf eingelassen, dass ihre Konzerte bereits dreimal verlegt wurden", so Michow gegenüber "RND".

Der Verbandspräsident fordert, dass im Falle von abgesagten Veran­stal­tungen "unproblematische Hilfe" bereitgestellt werden müsse. Die Überbrückungshilfe III, die derzeit nur noch bis zum 31. Dezember gezahlt werden soll, müsse dafür nachgeschärft werden, damit Veranstalter nicht auf Kosten sitzen blieben.