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Olympiapark München kritisiert Studie der neuen Arena am Flughafen

Im Zuge der Planung einer neuen Arena in München in der Nähe des Flughafens, erstellte SWMUNICH Real Estate eine Kurzstudie, die der Olympiahalle ein schlechtes Zeugnis ausstellte. Zu der Kritik in der Studie äußern sich nun die Veranstalter der Olympiapark München Gmbh (OMG).

24.11.2021 16:14 • von Jonas Kiß
Soll in der Umgebung des Flughafens gebaut werden: die neue Arena unter dem Projektnamen "MUCcc" (Bild: Screenshot, muc-cc.com)

Im Zuge der Planung einer neuen Arena in München für mehr als 20.000 Besucher in der Nähe des Flughafens, erstellten die privaten Investoren, die in der Gesellschaft SWMUNICH Real Estate zusammengeschlossen sind, kürzlich eine Kurzstudie, die der Olympiahalle ein schlechtes Zeugnis ausstellte.

Zu der Kritik und den Inhalten in der Studie "Neue Konzerthalle am Flughafen" äußern sich nun die Betreiber der Olympiapark München Gmbh (OMG). So werde in der Studie etwa behauptet, dass München beziehungsweise die Olympiahalle zunehmend als Spielort großer Produktionen ausgelassen würden, unter anderem aufgrund der zu geringen Kapazität.

Richtig sei, dass die Olympiahalle mit den vorhandenen Kapazitäten (bis zu 15.500 Besucher:innen) "zwar geringfügig kleiner als die Hallen in Berlin, Hamburg und Köln" sei, dass aber Veranstaltungen "nicht aus Gründen geringerer Kapazität verloren gehen oder gingen". Bei ausverkauften Shows würde man gegebenenfalls Doppel- oder Mehrfachshows ansetzen.

Ein weiterer Kritikpunkt der Studie sei, dass das Angebot der Olympiahalle trotz der Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen der letzten Jahre "in zunehmendem Maße nicht mehr in allen Belangen den marktüblichen Anforderungen großer Produktionen, Shows und Veranstaltungen" entspräche.

Darauf erwidert der Olympiapark München, dass "die technischen Voraussetzungen zur Umsetzung von internationalen Top-Events im Bereich Entertainment-Shows, Konzerte, Spitzensport/Breitensport und Corporate Events allumfassend gegeben" seien. Im Zuge der Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten habe man mit rund 100 Millionen Euro an städtischen Mitteln eine lange Reihe entsprechender Maßnahmen umgesetzt.

Zudem widersprechen die Veranstalter des Olympiaparks der Aussage, dass eine neue Multifunktionshalle keine Konkurrenz zur Olympiahalle darstellen würde. Denn aus ihrer Sicht würde tatsächlich eine Wettbewerbssituation zur Olympiahalle entstehen, und damit auch ein "direkter Preiskampf".

In der Studie werde darüber hinaus behauptet, der Bau einer neuen Halle würde der Olympiahalle die Chance für neue Nutzungsformen wie Breitensport und Familienshows bieten. Doch um den Veranstaltungsbetrieb sowie den Unterhalt der Olympiahalle München wirtschaftlich erfolgreich gestalten zu können, sei die Olympiapark München GmbH auf die Konzerte internationaler Topstars angewiesen.

Auch sieht die OMG nicht, dass der Betrieb der neuen Multifunktionshalle, wie in der Studie behauptet, "Sekundäreffekte für die Landeshaupt München" generieren würde. Stattdessen sei damit zu rechnen, dass der innerstädtische Einzelhandel, die Gastronomie und Hotellerie Umsätze verlieren würden.

"Die Pläne, eine Halle außerhalb Münchens zu bauen, schaden der Landeshauptstadt nicht nur als Wirtschaftsstandort, sondern auch deren Renommee", bilanziert der Olympiapark.