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Spotify im dritten Quartal operativ im Plus

Beim Streamingdienst Spotify lief das dritte Quartal in Hinblick auf monatlich aktive Nutzer*innen, Umsätze und operative Erträge besser als erwartet. Das betonte CEO Daniel Ek bei der Präsentation der jüngsten Zwischenbilanz. Selbst bei den oft kritisch beobachteten ARPU-Umsätzen lag der Konzern über dem Vorjahr.

27.10.2021 13:03 • von
Zweistellige Zuwächse: bei Spotify wuchs die Zahl der MAUs bis Ende September auf weltweit 381 Millionen, die Zahl der zahlenden Premiumkund*innen wuchs auf 172 Millionen (Bild: newsroom.spotify.com, Screenshot)

Beim Streamingdienst Spotify lief das dritte Quartal 2021 in Hinblick auf die Zahl der monatlich aktiven Nutzer*innen, auf Umsätze und auf operative Erträge besser als zuvor erwartet. Das betonte CEO Daniel Ek, als er am 27. Oktober kurz vor Handelsstart an der New Yorker NASDAQ die jüngste Zwischenbilanz vorlegte.

So wuchs die Zahl der monatlich mindestens einmal aktiven Nutzer*innen (MAUs) im Zeitraum von Anfang Juli bis Ende September 2021 im Vorjahresvergleich um 19 Prozent auf weltweit 381 Millionen und lag damit am oberen Ende der Erwartungen.

Ebenfalls im Vorjahresvergleich um jeweils 19 Prozent bergauf auf nunmehr weltweit 172 Millionen ging es bei den zahlenden Premiumkund*innen sowie bei den nun 220 Millionen Nutzer*innen des werbefinanzierten Angebots.

Für das dritte Quartal weisen die Betreiber des Streamingdienstes bei Umsätzen in Höhe von 2,501 Milliarden Euro ein Plus von 27 Prozent aus, weltweit und über alle Angebotsformen hinweg. Die Abo-Einnahmen wuchsen dabei um 22 Prozent auf 2,178 Milliarden Euro, bei den Werbeerlösen ging es sprunghaft rauf um 75 Prozent auf 323 Millionen Euro. Hier habe man erneut eine deutliche Stärkung des Werbegeschäfts erleben dürfen, sagte Daniel Ek bei der Vorlage der Zahlen.

Selbst bei den oft kritisch beobachteten ARPU-Umsätzen, also den durchschnittlich pro Kunden erzielten Ein­nahmen pro Monat (Average Revenue Per User), lag der Konzern über dem Vergleichswert des Vorjahres: Die nun ausgewiesenen 4,34 Euro bedeuten laut Spotify-Angaben ein Plus von rund vier Prozent im Vorjahresvergleich beziehungsweise von drei Prozent, wenn man Wechselkursschwankungen herausrechnet. Hier hätten sich vor allem die Preiserhöhungen in manchen Märkten positiv ausgewirkt, teilte der Konzern mit.

Beim Operating Income weist die Spotify-Bilanz fürs dritte Quartal Erträge in Höhe von 75 Millionen Euro aus, im dritten Quartal 2020 fiel hier noch ein operativer Verlust von 40 Millionen Euro an.

Update, 13.35 Uhr: Schaut man etwas tiefer ins Zahlenwerk, so kann Spotify erneut auch unterm Strich einen kleinen Nettogewinn ausweisen. Ende Juni 2021 waren es noch drei Millionen Euro, nach dem dritten Quartal kommen weitere zwei Millionen Euro hinzu, so dass der Konzern nun nach neun Monaten Erträge in Höhe von fünf Millionen Euro vorweisen kann. Zum Vergleich: Nach den ersten drei Quartalen des Vorjahres schrieb Spotify noch rote Zahlen in Höhe von 456 Millionen Euro.

Fürs Gesamtjahr peilt man bei Spotify bei der Zahl der Nutzer*innen - wie schon zum Halbjahr verkündet - weiterhin ein Wachstum auf bis zu 407 Millionen an, bleibt damit aber unter den bis zu 422 Millionen MAUs, die man zuvor noch Ende des ersten Quartals anvisiert hatte.

Text: Knut Schlinger