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BVMI-Mitglieder blicken optimistisch in die Zukunft

Bei der Versammlung der außerordentlichen Mitglieder des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) ging es am 25. Oktober in Berlin unter anderem darum, wie es der Branche gelungen sei, "die Bereitschaft der Menschen, Geld für Musik auszugeben, wieder zu erhöhen".

26.10.2021 17:02 • von Jonas Kiß
Beobachten eine "heiße Phase" in der Branche: Konrad von Löhneysen (links) und Florian Drücke, hier bei einer früheren Veranstaltung des BVMI-Branchenverbands (Bild: Markus Nass/BVMI)

In Berlin fand am 25. Oktober 2021 die Versammlung der außerordentlichen Mitglieder des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) statt. Das Treffen ging nach der pandemiebedingten reinen Digitalversammlung im vergangenen Jahr dieses Mal als Hybrid-Event mit Vorort- sowie mit Online-Teilnehmenden über die Bühne, und war nach eigenen Angaben "außerordentlich gut besucht".

Dank des "dynamisch wachsenden Audio-Streaming-Markts bei einem weiterhin signifikanten physischen Anteil" würden die Umsätze mit Musikaufnahmen welt-, aber auch deutschlandweit weiter zulegen, wie es aus Berlin heißt. Konrad von Löhneysen, Geschäftsführer Embassy of Music und Sprecher der außerordentlichen BVMI-Mitglieder, hob dabei den Anteil der Independent-Firmen an der Entwicklung hervor, auch sie könnten "die Stärken des Digitalmarktes positiv für sich nutzen".

"Die Indies haben in den letzten Jahren viel bewirkt, im Jahr 2020 kamen gleich mehrere der meistverkauften Alben von Indie-Labels", sagte Konrad von Löhneysen: "Wir sind als Branche in einer heißen Phase, in der jetzt auch immer mehr Investoren am Markt unterwegs sind, weil sie erwarten, dass die Kurve weiter nach oben geht. Wir als Unternehmen müssen das Geschäft so ordnen, dass der Aufwärtstrend anhält."

Außerdem zeigte Christoph Zeh von den Marktforschern der GfK SE in einem Gastvortrag, wie es der Branche und dem Markt darüber hinaus gelungen sei, "die Bereitschaft der Menschen, Geld für Musik auszugeben, wieder zu erhöhen und dies auch unter den Jüngeren".

Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des BVMI, bezeichnete es als spannend, anhand der GfK-Daten nachzuvollziehen, wie die "digitale Weitsicht der Branche" greife: "Es scheint sich zu bestätigen, was Nutzungsdaten seit einiger Zeit nahelegen, nämlich, dass junge Menschen heute ein ausgeprägtes Bewusstsein dafür haben, dass man für Musik zahlen muss. Die Diskussion über eine 'verlorene Generation' erübrigt sich, und die Fakten werden die Branche in ihrer Innovationskraft weiter anspornen", so Drücke.