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Die Sieger der ersten drei Quartale: Ärzte bei nationalen Alben top

Sony Music bleibt im Trackgeschäft in den ersten neun Monaten auf Platz zwei hinter ­Universal Music und vor Warner Music. Die Hamburger legen indes bei den Alben zu, ­während Universal Music unverändert in nahezu allen Bereichen vorn steht.

22.10.2021 11:23 • von Dietmar Schwenger

Sony Music bleibt im Trackgeschäft in den ersten neun Monaten auf Platz zwei hinter ­Universal Music und vor Warner Music. Die Hamburger legen indes bei den Alben zu, ­während Universal Music unverändert in nahezu allen Bereichen vorn steht.

MusikWoche veröffentlicht regelmäßig die kumulierten Werte für die erfolgreichsten Labels, Firmen, Konzerne und Verlage. Als Gundlage für diese Auswertung dienen die kumulierten Werte der Kalenderwochen 50/2020 bis 39/2021 (bis einschließlich 30. September) von GfK Entertainment.

Trotz eines geringfügigen Rückgangs von 28,98 auf 27,92 Prozent bei der Singles-Auswertung der Chartsanteile in den ersten neun Monaten von 2021 lässt sich Sony Music Rang zwei in dem Segment nicht nehmen - nicht zuletzt dank des großen Erfolgs der italienischen ESC-Gewinner von Maneskin. Bei den Alben fällt Sony Music ebenfalls leicht unter den Vorjahreswert (21,62 Prozent), bleibt aber mit 19,61 Prozent Warner Music auf den Fersen. Die Hamburger bauen indes bei den Alben ihren Anteil von 17,02 auf 22,12 Prozent aus und profitieren dabei von den Erfolgen unter anderem von Udo Lindenberg und zuletzt Iron Maiden, die im isolierten dritten Quartal der erfolgreichste Act sind.

All dies tangiert Universal Music jedoch als Spitzenreiter bei Longplay, Alben und Compilations nicht wirklich. Mit einem nur minimalen Rückgang von 42,70 auf 42,50 Prozent im Jahresvergleich steht der Weltmarktführer bei den Alben in der GfK-Auswertung nach wie vor ganz oben. Bei den Singles bietet sich ein ähnliches Bild, auch wenn der Anteil hier von 45,51 auf 40,10 Prozent etwas stärker fällt. Auch im Kopplungsgeschäft muss Universal Music einen von 52,21 auf 41,94 Prozent gesunkenen Chartsanteil hinnehmen.

Hier ist es der Mitbewerber Sony Music, der zu den Gewinnern bei den Compilations zählt. Das Team um Patrick Mushatsi-Kareba verbessert sich von 23,95 auf beachtliche 34,58 Prozent. Sony Music führt wie in den Vorjahren das Feld der Marketingdivisionen an, was aber daran liegt, dass der Major anders als Universal Music keine separaten Werte von Divisionen ausgibt. Zählte man die verschiedenen Universal-Music-Divisionen zusammen, wäre auch hier der Sieg des Majors eindeutig.

In der Label-Wertung liegt bei den Singles das Sony-Music-Label Columbia vor Atlantic und Urban, bei den Alben rangiert Vertigo Berlin vorTelamo. Die Werte des Münchner Schlagerlabels werden bei der Auflistung der Marketingdivisionen und Konzerne zwar dem Vertriebspartner Warner Music zugeschlagen, aber der erneute Platz zwei bei den Labels zementiert den anhaltenden Erfolg von Telamo. Erfolgreichster Indiekonzern bleibt die Believe-GoodToGo-Firmenfamilie, die ihren Wert von 6,67 Prozent im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 8,58 Prozent steigert.

Im Verlagsbereich steht Warner Chappell Music mit 28,96 Prozent weiterhin an der Spitze, wie im Vorjahr gefolgt von Sony Music Publishing (26,25 Prozent), der Universal Music Publishing Group (17,74 Prozen),BMG (14,25 Prozent) und Budde Music (5,55 Prozent).

Top-Interpreten der ersten drei Quartale

__Nr.1 Interpret Longplay

AC/DC

__Nr. 1 Titel Longplay

AC/DC - Power Up

__Nr. 1 Interpret Singles

The Weeknd

__Nr.1 Titel Singles

Nathan Evans - Wellerman