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KKR kauft Katalog von Kobalt Music für 1,1 Milliarden Dollar

Kobalt und KKR haben bestätigt, dass das Investmentunternehmen den Kobalt Music Royalty Fund II für rund 1,1 Milliarden Dollar übernimmt. Der Katalog umfasst über 62.000 Urheberrechte aus verschiedenen Genres.

19.10.2021 16:36 • von Jonas Kiß
Erwirbt den den Kobalt Music Royalty Fund II für rund 1,1 Milliarden Dollar: das Investmentunternehmen KKR (Bild: KKR/Kobalt, Montage: MusikWoche)

Kobalt Music und KKR haben bestätigt, dass das Investmentunternehmen den Kobalt Music Royalty Fund II für rund 1,1 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 950 Millionen Euro, übernimmt. Der Katalog umfasst über 62.000 Urheberrechte aus verschiedenen Genres.

Kobalt Music Publishing soll die Werke im Fonds II im Rahmen einer mehrjährigen Vereinbarung weiterhin verwalten und betreuen. Die Transaktion wurde von Chord Music Partners abgeschlossen, einer von KKR und Dundee Partners gegründeten Plattform. KKR wolle auch andere Musikrechte, die im vergangenen Jahr erworben wurden, in Chord einbringen, wodurch die Plattform nach eigenen Angaben "zum Eigentümer eines diversifizierten Portfolios von Musikrechten wird".

"Wir freuen uns darauf, mit KKR, Dundee Partners und den vielen Songwritern, mit denen wir seit Jahren arbeiten, weiterhin zusammenzuarbeiten, um allen Beteiligten einen marktführenden Service zu bieten und die Reichweite der Musik, die wir alle lieben, auszubauen", sagt Kobalt-CEO Laurent Hubert.

Der Royalty Fund II soll den 2017 von Kobalt erworbenen Songs-Verlag umfassen mit Titeln unter anderem von Lorde, The Weeknd und Major Lazer. Auch der von Glassnote gekaufte Insieme-Katalog mit Hits des Komponisten David Hodges soll zum Royalty Fund II gehören, genauso wie die Masterrechte an Glassnote Records.

Kobalt hatte zuletzt bereits mehrere andere Unternehmensbereiche verkauft - darunter den Indie-Vertriebsservice AWAL, das Neighboring-Rights-Geschäft und den Royalty Fund I.

KKR verfügt bereits über Erfahrung bei Investitionen in der Musik- und Medienbranche mit Unternehmen wie Gibson Brands, Pioneer DJ, ByteDance Epic Games, Leonine und Nielsen.

Die Bertelsmann-Musiktochter BMG, die Anfang des Jahres eine Kooperation mit KKR gestartet hatte, um "massiv in Musikrechte zu investieren", war an der Kobalt-Transaktion von KKR nicht beteiligt.