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Semmelmann sieht "Gefahr einer Entemotionalisierung"

Vor 30 Jahren gründete Dieter Semmelmann Semmel Concerts. Im Gespräch mit MusikWoche führt er aus, wie er das Unternehmen künftig noch stärker diversifizieren will, kommt aber auch auf die Gefährdung der Branche durch Corona und die Veränderungen im Livegeschäft zu sprechen.

11.10.2021 12:03 • von Dietmar Schwenger

Vor 30 Jahren gründete Dieter Semmelmann Semmel Concerts. Im Gespräch mit MusikWoche führt er aus, wie er das Unternehmen künftig noch stärker diversifizieren will, kommt aber auch auf die Gefährdung der Branche durch Corona und die Veränderungen im Livegeschäft zu sprechen.

Sie, und Jens Michow auf Verbandsseite, gehören zu den wenigen, die sich in der Pandemie immer wieder geäußert haben, um einzelne Maßnahmen oder unzulängliche Hilfspakete zu kritisieren. Ist es eine Gratwanderung, wenn man die Politik kritisiert, von der man zugleich auch Hilfe erhofft?

Das kann man so sehen. Mancher Veranstalter hat sich möglicherweise dem real vorhandenen Chaos unterworfen und lieber nichts gesagt. Aber Jens Michow hat immer versucht, sachlich zu argumentieren, auf konkrete Missstände hinzuweisen und Lösungsvorschläge anzubieten. Und manchmal wurde ich auch als Praktiker einbezogen. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass verantwortliche Politiker Ideen und Hinweise gerade von Praktikern zu schätzen wussten. Es wurde leider am Ende zu wenig davon umgesetzt. Stattdessen wurden teilweise kaum nachvollziehbare Vorschriften ersonnen, die es uns fast unmöglich machen, wirtschaftlich sinnvoll zu agieren und gegenüber Künstlern und Fans konsistent aufzutreten. Bei all den Gesprächen mit der Politik ist mir aufgefallen, dass Kenntnis über unsere Branche, über die Verfahrensweisen, und welche Dinge bei uns wichtig sind, kurzum: wie das Geschäft bei uns funktioniert, bei den politischen Instanzen, die sich mit Corona auseinandersetzen mussten, leider kaum zu erkennen war.

Was für Konsequenzen hat das?

Ein Ergebnis ist auf jeden Fall, dass wir als Veranstaltungsbranche gegenüber der Politik besser auftreten müssen. Wir müssen unsere Zusammenhänge besser erklären, sichtbarer machen und die Bedeutung unserer Branche konkret veranschaulichen. Mit dieser Meinung bin ich ja bei weitem nicht allein. Ich fühle mich für unsere Künstler, die Musiker und Darsteller, unsere Crews und all die Leute, die letztlich unser Geschäft bewegen, mitverantwortlich. Ohne sie stirbt unsere Branche, und ihr aktueller Zustand ist katastrophal. Jens Michow hat als Präsident des BDKV in den letzten Monaten Übermenschliches geleistet und aufgrund der Komplexität vielleicht auch nicht immer perfekt agiert. Wir haben festgestellt, dass unsere Interessenvertretungen zu kleinteilig organisiert sind. Corona ist eine epochale Katastrophe, für die es keine Notfallpläne gab. Keiner war auf diese Situation vorbereitet - auch nicht die politischen Institutionen. Die Veranstaltungsbranche muss eine zeitgemäße Anpassung der Verbandsstrukturen anstreben. Daran wird vom Vorstand des BDKV gemeinsam mit Jens Michow bereits mit Hochdruck gearbeitet.Vorbehalte gegenüber anderen Branchenteilnehmern, die anderes organisiert sind, sollten dem nicht im Wege stehen. Nur in der Gesamtheit, also als Vertreter aller fast 1.500.000 Erwerbstätigen und 60 Milliarden Euro Gesamtumsatz, haben wir die Relevanz, die wir brauchen. Jens Michow wird Ende 2022 die Verbandsführung in neue Hände geben, und dann bedarf es einer noch professionelleren Neuausrichtung verbunden mit einer noch stärkeren Lobbyarbeit. Das ist eine Herkulesarbeit, und es wird nötig sein, auch finanziell mehr in die Verbandsarbeit zu investieren. Ich hoffe, dass dabei alle Mitglieder mitziehen.

Zustande gekommen ist ja der Ausfallfonds. Wie bewerten Sie ihn?

Dieser Fonds ist ein typisches Beispiel für das mangelnde Verständnis der Politik gegenüber unserer Branche. Es bestehen noch immer viele Unsicherheiten und Risiken in unserem Geschäft, besonders als Folge der sehr dynamischen und heterogenen Entwicklungen bei den Genehmigungen für Veranstaltungen. Hier muss dringend konkretisiert und nachgebessert werden. Bei einem Veranstaltungsausfall bekommen wir zum Beispiel nur 80 Prozent der Kosten ersetzt. Im Ergebnis führt das dazu, dass Konzerte lieber langfristig nach 2022 verlegt oder komplett abgesagt werden, weil die finanziellen Risiken für eine ohnehin geschwächte Branche kaum zu tragen sind. Das eigentliche Ziel des Fonds, die Basis für einen konkreten Neustart zu schaffen, wird damit verfehlt. Wir brauchen hier schnell eine Regelung, die es uns erlaubt, mit unseren Partnern zu vereinbaren, im Falle einer 80-prozentigen Kompensation durch den Fonds auch nur diese 80 Prozent weiterzugeben. Ansonsten wäre das »Zahlungsunfähigkeit mit Ansage«. Ein anderer massiver Kritikpunkt ist die Grenze von 2000 Besuchern bei der Wirtschaftlichkeitshilfe. Ich kann nicht verstehen, warum man den Wirtschaftlichkeitsfonds nicht auch auf größere Veranstaltungen ausweitet, wobei man die Zuschüsse ja durchaus deckeln könnte - etwa auf 150.000 Euro. Dann wären viel mehr Veranstaltungen durchführbar. Denn wenn wir uns schon für 2G einsetzen, aber aufgrund dessen bis zu 2000 Tickets bei größeren Veranstaltungen zurückgegeben werden, ist das für uns ein Riesenproblem. Viele dieser Fonds-Bestimmungen sind extrem holprig und unklar formuliert. Die Politik versucht zwar, nachzubessern, aber die Bundestagswahl und die anschließende Regierungsbildung verzögern den Prozess und sind damit ein großes Problem für dieses Programm. Die Gefahr ist groß, dass die Branche in einen Strudel gerissen wird, weil Nachbesserungen liegenbleiben, weil bisher Verantwortliche gar nicht mehr zuständig sind.

Verspricht nicht 2G eine Lösung?

Auch wenn eine deutschlandweit einheitliche 2G-Regelung, gegebenenfalls ergänzt um einen PCR-Test für aus medizinischen Gründen nicht impfbare Personen, für uns eher ein Worst-Case-Szenario bedeutet, da wir ein Viertel unseres potenziellen Publikums ausschließen müssen, verspricht diese Variante doch eine gewisse Planungssicherheit für uns und die Kartenkäufer. Denn als Geimpfte wissen sie dann, dass sie auf jeden Fall ins Konzert können. Ein viel größeres Problem als 2G besteht derzeit darin, dass wir insgesamt für die Veranstaltungen zu wenig Tickets verkaufen. Sicherlich gibt es Ausnahmen, aber derzeit sehen wir, dass bestimmte Zielgruppen sich zurückhalten und noch warten, bevor sie wieder Großveranstaltungen besuchen. Das Jahr 2022 wird wahrscheinlich für viele das schwierigste der Pandemie.

Semmel Concerts gibt es nun 30 Jahre. Wie wollen Sie das Unternehmen weiter ausbauen?

Wir haben in diesen 30 Jahren immer wieder neue Formen von Entertainment angeboten, neue Genres erschlossen, teilweise auch in Deutschland erst aufgebaut. Gleichwohl werden wir noch immer stark mit dem Schlager assoziiert, -vielleicht durch unsere starke Marktstellung in der deutschsprachigen Musik. Dabei sind wir im Pop mit etablierten Stars wie zum Beispiel Sarah Connor, Nico Santos, Annett Louisan und vielen anderen nicht weniger erfolgreich. Fakt ist, dass wir uns in den vergangenen Jahren stark diversifiziert haben, besonders auch international. Dazu gehören auch Entertainmentbereiche, die kaum etwas mit Musik zu tun haben. Wir gehören beispielsweise zu den weltweit größten Tourneeproduzenten von Edutainment-Ausstellungen. Dazu gehören derzeit unsere erfolgreichen Ausstellungen "Tutanchamun - Sein Grab und die Schätze" und die seit zwei Jahren nur in den USA tourende Produktion "Marvel - Universe of Super Heroes". Erst kürzlich haben wir den Pitch für die Ausstellung "100 Jahre Disney" gewonnen, die dann 2023 von uns produziert wird und voraussichtlich im Franklin Institute in Philadelphia Premiere feiert. Auch arbeiten wir seit Jahren immer intensiver mit Hans Zimmer zusammen, einem wirklichen Weltstar und faszinierenden Künstler. Seine Welttournee wird hoffentlich im Frühjahr 2022 beginnen und komplett von uns produziert und veranstaltet. Mit dem Spin-Off "The World Of Hans Zimmer", einer spektakulären symphonischen Arena-Show, bei der Hans nicht persönlich dabei ist, wohl aber die von ihm kuratierte Musik, ist es uns gelungen, eine weltweit etablierte Marke aufzubauen, die aktuell in Frankreich in zehn Städten gastiert. Danach geht es weiter nach Saudi-Arabien und Asien. Parallel laufen Gespräche mit Partnern in Las Vegas, um diese Produktion dort als Resident-Show zu etablieren. Wir haben unser Tournee-Geschäft in der Form diversifiziert, dass wir nicht nur den deutschsprachigen Raum bearbeiten, sondern mittlerweile substanzielle Umsätze auch im Ausland erzielen. Das hat dazu beigetragen, dass wir die Pandemie mit all ihren Problemen in Deutschland ganz gut überstanden haben, da das Ausstellungsgeschäft größtenteils weiterlief, und die Bedingungen für Live-Entertainment im Ausland aktuell leichter als in Deutschland sind. Die Internationalisierung von Semmel Concerts, die wir in den vergangenen Jahren vorangetrieben haben, ist ein elementarer Teil unserer Wachstumsstrategie und ein wichtiges Asset, das wir natürlich auch unseren deutschen Künstlern anbieten. Mittlerweile genießen wir einen ganz hervorragenden Ruf als Tourneeagentur, als Produzent und als Business-Partner. Dass wir dabei eher in Nischenbereichen und etwas abseits der großen Rock/Pop-Superstars arbeiten, ist dabei ganz klar ein Teil unseres Erfolgs. Wir bauen unsere Kompetenz jedoch auch im Musikgenre und hier ganz besonders im Pop-Segment kontinuierlich weiter aus und sind gerade sehr glücklich, dass uns das Management von Shootingstar Zoe Wees das Vertrauen für Deutschland, Österreich und die Schweiz geschenkt hat. Unser Kerngeschäft bleibt unser Kerngeschäft. Gleichzeitig sorgt die zunehmende Diversifizierung für Stabilität und unternehmerischen Spielraum selbst in einer allgemeinen Krise.

Welche Rolle spielt die Einbindung bei Eventim Live bei den interna¬tionalen Plänen von Semmel Concerts?

In Deutschland sind wir durch unsere sieben Büros gut aufgestellt und von dieser dezentralen Struktur von Grund auf überzeugt. Mit Eventim Live haben wir nun zusätzlich ein weltweites Netzwerk, das wir nutzen können, und das wir mit unseren eigenen Geschäftsverbindungen für uns und unsere Künstler perfekt kombinieren können. Hierdurch ¬finden wir für jedes Entertainment-Format das passende Set an Partnern.

Ihr bislang größter Act ist Helene Fischer, die nun mit Leutgeb Entertainment ein Open Air für 150.000 Fans in München spielen will. Hätten Sie das auch gern selber veranstaltet?

Das war zwischen uns nie ein Thema. Für diese One-Off-Show in München wünschen wir Helene aber natürlich alles Gute und maximalen Erfolg. Unsere erfolgreiche Partnerschaft mit Helene begann fast mit dem ersten Tag ihrer märchenhaften Karriere. Nun dürfen wir diese absolute Ausnahmekünstlerin schon seit 13 Jahre bei ihrer phänomenalen Erfolgsgeschichte begleiten, in der sie unter anderem ihr ganz eigenes Entertainment-Genre entwickelt hat, die sie von Höhepunkt zu Höhepunkt trägt, und der sie mit Sicherheit noch viele, viele weitere Kapitel hinzufügen wird. Helene hat 2017/2018 die erfolgreichste Arena-Tour ihrer Karriere gespielt und darauf eine sehr erfolgreiche Stadion-Tournee vor alles in allem rund 1,3 Millionen Besuchern, womit wir zusammen neue Maßstäbe im Popschlager-Genre gesetzt haben. Helene ist die erfolgreichste Künstlerin unserer Unternehmensgeschichte. Semmel Concerts hat sich in dieser Zeit enorm entwickelt - übrigens auch durch viele weitere Projekte. Wir sind aber natürlich gerne bei Helenes nächster Tournee wieder dabei, um sie auch weiterhin mit allem zu unterstützen, was wir haben, und was wir können.

Wie schätzen Sie die Marktentwicklung im Livegeschäft ein?

Der Markt wurde in den vergangenen Jahren sehr stark von einem zunehmenden Konzentrationsprozess geprägt. Die Pandemie hat diesen Trend zusätzlich verstärkt. Genauso wie die wachsende Zahl von Engagements durch Finanzinvestoren. Unabhängig davon zeichnet sich das Konzertgeschäft aber nach wie vor dadurch aus, dass es ganz viel mit Persönlichkeiten und langjährigen vertrauensvollen Beziehungen zu tun hat. Wir erleben derzeit aber auch einen Generationenwechsel: Branchenurgesteine, die schon seit 40 oder 50 Jahren unser Business prägen, sind im Herbst ihres Schaffens angekommen, immer noch aktiv, hungrig und wichtig, aber auch in der Gewissheit, dass der Markt perspektivisch neue Player braucht. Dabei stelle ich mir selbst die Frage, ob mit diesen Legenden auch der Typus des Impresarios verschwindet, und sich das Livegeschäft in eine mehr und mehr finanzgetriebene Industrie verwandelt, in der man knallharte Deals macht, dann die Dinge technisch professionell umsetzt, ohne dass dabei persönliche Verbindungen noch eine solch herausgehobene Rolle spielen. Ich selbst bin jetzt 56 und kann dieses Geschäft sicher noch einige Jahre als Teil eines großartigen Teams, das wie kein anderes für seine Künstler und dieses Business brennt, weiter betreiben. Wir haben inzwischen auch eine ganze Reihe starker und erfolgreicher Führungskräfte aufgebaut, die das Unternehmen bereichern und schon heute große Verantwortung übernehmen. Wir wollen weiter unsere Künstler unterstützen, sie beraten, Ideen in den kreativen Prozess einbringen und große Karrieren und Erfolge mitentwickeln. Meine Erfahrung ist bisher, dass Künstler genau das an uns schätzen und deswegen auch lieber mit uns arbeiten als mit anderen Veranstaltern, die diese Expertise, diesen Einsatz und diesen Spirit nicht mitbringen. Andererseits kann ich nachvollziehen, dass bei Künstlern auch der wirtschaftliche Faktor eine entscheidende Rolle spielt. Gleichwohl sind wir davon überzeugt, dass der Aufbau einer nachhaltigen Künstlerkarriere nur gelingt, wenn beide Seiten zu ihrem Recht kommen. Denn die gemeinsame Perspektive mit einem Künstler, die kreative Zusammenarbeit, die gemeinsame Entwicklung des künstlerischen und wirtschaftlichen Potenzials bringen auf lange Sicht mehr Erfolg als die Konzentration auf einmalige Umsätze. Für uns ist jedes unserer Engagements auch ein Investment in die gemeinsame Zukunft. Es gibt schon eine gefühlte Veränderung in der Branche, aber wir haben Gott sei Dank sehr viele Partnerschaften, die langfristig ausgerichtet sind, und die für beide Seiten eine Win-win-Situation darstellen. Ein finales Statement zur Zukunft möchte ich nicht abgeben, aber die Gefahr einer gewissen Entemotionalisierung sehe ich durchaus. Unser Geschäft mutiert in Richtung einer >gewöhnlichen< Wirtschaftsbranche, die immer öfter Komponenten wie Profit, Effektivität oder Shareholder Value in den Vordergrund stellt und dabei manchmal das Herz unseres Geschäfts übersieht: den Künstler und seine Entwicklung. Ich bin mir deshalb absolut sicher, dass es noch genügend Raum gibt für Unternehmungen, die von Persönlichkeiten kreiert, entwickelt und begleitet werden. Und Semmel Concerts ist in diesem Feld hervorragend aufgestellt. Unser Team umfasst viele exzellente Fachleute, die mit großer Leidenschaft einen hervorragenden Job machen, sich um kleinste Details kümmern. Deswegen haben wir keine Angst vor der Zukunft, denn es wird auch künftig ausreichend Geschäft geben, das so betrieben werden muss, wie wir das bei Semmel Concerts leben.

Auch wenn der Kern des Livegeschäfts - ein Künstler, eine Bühne und verkaufte Tickets - beständig bleibt, alles andere drumherum verändert sich, wird digitaler und globaler, oder?

Absolut, da ist alles in Bewegung. Es wäre fahrlässig, bestimmte Trends nicht zu erkennen und das eigene Tun nicht daran anzupassen. Aber ich tue mich manchmal damit auch schwer, weil ich als Mensch und Unternehmer so viele Liebe ins Detail stecke und der Überzeugung bin, dass das Geschäft, wie ich es verstehe, vom persönlichen Kontakt lebt - zwischen Veranstalter und Künstler genauso wie zwischen Künstler und Fan. Wenn ein Tourauftakt ansteht, wie zuletzt der von Roland Kaiser in Riesa, bin ich vor Ort, schaue mir die gesamte Produktion an, achte auf die Dramaturgie und Gestaltung des Programms, Lichtdesign und viele andere Dinge mehr. Es ist einfach wichtig, dass ein Künstler in uns einen kompetenten Partner an seiner Seite hat. Dazu gehört dann auch, dass man ehrliche, konstruktive Kritik äußern kann. Die muss ein Künstler nicht immer annehmen, aber bei solchen Gesprächen entstehen kreative Visionen und innovative Ideen, die ein Projekt weiterbringen und auch die wirtschaftliche Seite berücksichtigen. Selbst mit großen Künstlern war dabei nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Da gab es mitunter auch leidenschaftliche Diskussionen, aber immer respektvoll und zielorientiert. Am Ende haben wir aber auch immer gemeinsam Shows umgesetzt, die für die Branche wegweisend waren, und auf die wir dann auch gemeinsam stolz sein konnten.

Was planen Sie für die Zeit, wenn es wieder richtig losgeht?

Wir haben viele Dinge in der Pipeline, entwickeln mit unseren Künstlern auch neue Ideen. Gerade für unsere Arena-Acts ist es wichtig, für die Zeit nach der Pandemie die richtigen Entscheidungen zu treffen, etwa wann, wo und wie lange sie touren. Oder es geht darum, anstehende Jubiläen mit Inhalten zu füllen und diese auf die Bühne zu bringen. Wir haben gerade jetzt so viel zu tun wie noch nie zuvor. Denn wir sind bei den meisten unserer Künstler von Beginn an in die Produktion der Show integriert - von der Setlist über die Auswahl von Musikern, Darstellern und Technikern bis hin zu Licht- und Sounddesign. Wir bringen uns und unsere Expertise mit ein. Das ist das, was Semmel Concerts auszeichnet. Wir verstehen uns als ein Showproduzent und Veranstalter mit integrierten und allumfassenden Lösungen. Das ist unsere Stärke und unsere Leidenschaft. Und so wollen wir noch viel bewegen.