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Kobalt sucht Katalogkäufer, Blackstone spricht mit Mercuriadis

Bewegung im Verlagsgeschäft: Während Kobalt mit der Beteiligungsgesellschaft KKR einen Käufer für den Kobalt Music Royalty Fund II gefunden haben könnte, soll Blackstone den Fonds The Family Music von Merck Mercuriadis mit Kapital versorgen.

11.10.2021 12:39 • von Dietmar Schwenger
Steht wieder im Mittelpunkt milliardenschwerer Deals: Merck Mercuriadis (Bild: MediaPunch, Imago)

Bewegung im Verlagsgeschäft: Während Kobalt Music unbestätigten Meldungen zufolge mit der Beteiligungsgesellschaft KKR einen Käufer für den Kobalt Music Royalty Fund II gefunden haben könnte, soll Blackstone den Fonds The Family Music von Merck Mercuriadis mit Kapital versorgen.

Kobalt Music soll angeblich bereits einen Deal mit einer von KKR geführten Investorengruppe geschlossen haben oder zumindest in Verhandlungen sein. Dabei könnte es sich um den jüngst laut verschiedenen Medienberichten ins Spiel gebrachten eine Milliarde schweren Katalog, Music Royalty Fund II, handeln. Kobalt hatte zuletzt bereits mehrere andere Unternehmensbereiche verkauft - darunter den Indie-Vertriebsservice AWAL, das Neighboring-Rights-Geschäft und den Royalty Fund I.

Der Royalty Fund II soll angeblich den 2017 von Kobalt erworbenen Songs-Verlag umfassen mit Titeln unter anderem von Lorde, The Weeknd und Major Lazer. Auch der von Glassnote gekaufte Insieme-Katalog mit Hits des Komponisten David Hodges soll möglicherweise zum Royalty Fund II gehören, genauso wie die Masterrechte an Glassnote Records.

Aber auch die Konkurrenz schläft nicht. So handelt derzeit die Beteiligungsgesellschaft Blackstone laut "Bloomberg"-Angaben einen ebenfalls eine Milliarde Dollar schweren Vertrag mit dem Rechtekäufer Merck Mercuriadis für dessen Firma The Family Music aus. Damit könnte The Family Music auf große Einkaufstour gehen. Für Blackstone würde damit das Musikiportfolio wachsen, nachdem die Gesellschaft zuletzt unter anderem eOne Music und die zur SESAC-Gruppe gehörende Harry Fox Agency gekauft hatte.

The Family Music fungiert derzeit als Investitionsberater für den börsennotierten Hipgnosis Songs Fund von Mercuriadis, der unter anderem Verlagsrechte von Neil Young, den B-52's, Blondie, Journey, Lindsey Buckingham, Journey und Steve Winwood erworben hat.

Beide Vorgänge - die Verkaufspläne von Kobalt im Zusammenhang mit KKR wie auch der mögliche Deal von Mercuriadis mit Blackstone - stehen für ein weiteres Vordringen von Beteiligungsgesellschaften in den Musikmarkt.