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Ina Keßler und Tina Sikorski ziehen Zwischenbilanz

Vor genau einem Jahr stieß Tina Sikorski als zweite Geschäftsführerin an der Seite von Ina Keßler zur Initiative Musik. Seitdem habe sich die Zahl der MItarbeiter*innen des deutschen Exportbüros verdreifacht und die Summe der Fördermittel verzehnfacht, berichten die beiden in einem ersten Zwischenfazit.

01.10.2021 13:04 • von
Agieren nun seit einem Jahr als Doppelspitze der Initiative Musik: Tina Sikorski (links) und Ina Keßler (Bild: Stefan Wieland)

Vor fast genau einem Jahr stieß Tina Sikorski als zweite Geschäftsführerin an der Seite von Ina Keßler zur Initiative Musik. Seitdem habe sich die Zahl der MItarbeiter*innen des deutschen Exportbüros verdreifacht und die Summe der Fördermittel verzehnfacht, berichten die beiden in einem Gespräch, das die GVL als Hauptgesellschafterin der Initiative Musik auf ihren Onlineseiten veröffentlicht hat.

"Das Jahr 2020 war für die Initiative Musik ein Wachstumsjahr gleich in zwei Richtungen", sagt Ina Keßler auf die Frage nach einem ersten Zwischenfazit. "Im Sommer 2020 wurde entschieden, dass wir wesentliche Teilprogramme des BKM-Rettungspakets für die Musikbranche abwickeln werden. Gleichzeitig konnten wir mit der Verdopplung der Führungsspitze das Kerngeschäft der Initiative Musik zum Beispiel im Bereich Awards weiter ausbauen." Für Keßler ist klar: "Der Sprung während der Corona-Zeit von 20 auf 60 Mitarbeiter*innen bei einer Verzehnfachung der Fördermittel wäre sonst gar nicht möglich gewesen." Im Rahmen von Neustart Kultur habe die Initiative Musik seit August 2020 die Abwicklung für vier Teilprogramme aufgesetzt, dabei rund 850 Projekte finanziell unterstützt und in bislang vier Förderrunden über 1200 Musiker*innen gefördert, berichtet Keßler weiter.

Neben der Stärkung der internen Strukturen wertet Tina Sikorski aber auch die Premiere des Deutschen Jazzpreises als "ein weiteres Mammutprojekt", kurz darauf gefolgt von der Applaus-Preisverleihung und gepaart mit "permanenter Planungsunsicherheit aufgrund der Pandemie". Tina Sikorski betont: "Die beiden Awards in so kurzer Zeit zu realisieren war definitiv eine besondere Herausforderung, zum einen aufgrund des kurzen zeitlichen Vorlaufs und zum anderen, weil das komplette Team neu aufgestellt werden musste."

Während man beim Deutschen Jazzpreis bereits mitten in den Vorbereitungen für die zweite Ausgabe stecke, die im April 2022 in Bremen zur jazzahead! steigen soll, laufen bei der Initiative Musik derzeit zudem die Vorbereitungen für den von Monika Grütters im Sommer ausgelobten neuen Preis für Popmusik: "Die dafür gegründete Akademie formiert sich zum Auftakt aus 25 namhaften Musikschaffenden und Kreativen. Gemeinsam mit der Akademie, die bald um weitere Mitglieder erweitert werden wird, werden wir den neuen Preis für Popmusik in den nächsten Monaten gestalten", sagt Sikorski.

Neben den Awards nennt Tina Sikorski aber auch den Bereich Exportförderung als "relevante Baustelle". Dazu führe die Initiative Musik derzeit eine Evaluation durch: "Auf Basis unserer Ergebnisse wollen wir den Bereich weiterentwickeln und ausbauen und in diesem Zusammenhang neue Programme und Maßnahmen umsetzen."