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Hannover Concerts ließ die Corona-Hunde los

Bei dem "Back On Stage"-Konzert von Fury In The Slaughterhouse, das Hannover Concerts am 19. September vor 500 Zuschauern ausrichtete, kamen erstmals Corona-Spürhunde zum Einsatz. Sie fanden inaktivierte positive Proben, die vorab platziert waren.

21.09.2021 12:16 • von Dietmar Schwenger
Vertrauten der tierischen Spürnase: Fury In The Slaughterhouse mit einem Corona-Hund (Bild: Hannover Concerts)

Bei dem "Back On Stage"-Konzert von Fury In The Slaughterhouse, das Hannover Concerts am 19. September 2021 vor 500 Zuschauern ausrichtete, kamen erstmals Corona-Spürhunde zum Einsatz. Sie fanden inaktivierte positive Proben, die vorab platziert waren.

Die Zuschauer mussten sich unabhängig vom Impfstatus vor dem Konzert eines Antigen- und eines PCR-Tests unterziehen sowie eine Schweißprobe abgeben, unter die dann die positiven Proben platziert wurden. Die eigens trainierten Hunde hätten dann diese positive Proben gefunden, heißt es nun aus Hannover. Zu einem Kontakt der fünf bis sechs eingesetzten Hunde mit den Menschen vor Ort kam es dabei nicht, da sie nur abgesondert die Proben beschnüffeln mussten.

"Die Hunde haben gut gearbeitet und alle Kontrollproben, die wir in die Studie eingebaut haben, angezeigt", sagt Holger Volk, Leiter der Klinik für Kleintiere der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover. "Um zu kontrollieren, dass die Hunde in der Einlasssituation vor Ort in der Lage sind, infizierte Menschen zu erkennen, haben wir inaktivierte positive Proben eingeschmuggelt. Dafür standen in der Einlassschlange Helferinnen und Helfer, die die Proben bei sich hatten und abgegeben haben. Das Ergebnis: Die Hunde haben alle inaktivierten positiven Proben angezeigt! Sie haben also einen hervorragenden Job gemacht."

Das Forschungsprojekt, für das das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur 1,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat, ist eine Initiative der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Hannover Concerts und ProEvent Hannover. Man will herausfinden, ob der Einsatz von solchen Corona-Hunden eine Option bei Großveranstaltungen und bei sonstigen Alltagssituationen sei, sagte Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler der dpa. "Es gibt weltweit Interesse an dem Projekt."

Die Ergebnisse der PCR-Tests liegen noch nicht vollständig vor. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen dann alle Daten zusammengefügt werden. Ein endgültiges Ergebnis der Studie wird erst nach dem vierten Konzert im Herbst veröffentlicht.