Unternehmen

Vergütungsmodell von Soundcloud zahlt sich für Portishead aus

Vor zwei Monaten veröffentlichten Portishead den Song "SOS" auf SoundCloud. Die Streams des Tracks werden über sogenannte "Fan-Powered-Royalties" vergütet. Laut SoundCloud habe "SOS" in weniger als einem Monat mehr als das Sechsfache der Einnahmen erzielt, die bei einem anteiligen Modell erzielt worden wären.

17.09.2021 16:03 • von Jonas Kiß
Ist, abgesehen von YouTube, seit Juli 2021 erstmals kommerziell auf einer großen Streamingplattform verfügbar: "SOS" von Portishead (Bild: Screenshot, soundcloud.com)

Am 8. Juli 2021 veröffentlichte die britische Band Portishead den Song "SOS", ein Cover des gleichnamigen Lieds von Abba, exklusiv auf SoundCloud. Die Streams des Tracks werden über sogenannte "Fan-Powered-Royalties" vergütet.

Bei dem System werden die Tantiemen aus den Abonnement- oder Werbeeinnahmen eines jeden Hörers auf die Künstler*innen verteilt, die tatsächlich gehört werden, anstatt dass die Plays wie beim klassischen Pro-Rata-Modell zusammengelegt werden.

Laut einer Statistik, die SoundCloud dem Onlinemagazin "Pitchfork" zur Verfügung stellte, habe "SOS" nun in weniger als einem Monat mehr als das Sechsfache der Einnahmen erzielt, die bei einem anteiligen Modell erzielt worden wären, was einer Steigerung von mehr als 500 Prozent entspricht. Die Erlöse wollen Portishead für wohltätige Zwecke spenden.

Wie ein Vertreter von Soundcloud erklärte, sei das Unternehmen gerade dabei, das neue System einzuführen, und das Portishead-Beispiel sei "eine starke Bestätigung für das Design des Modells".

SoundCloud hatte das fangesteuerte System im April gestartet, und gibt an, dass rund 100.000 unabhängige Künstler*innen, die über SoundCloud Premier, Repost by SoundCloud oder Repost Select direkt auf SoundCloud Geld verdienen, von den Fan-Powered-Royalties profitieren können.