Unternehmen

Universal Music steuert Zielgerade zum Börsengang an

Am 14. September legten der Vivendi-Konzern und seine Musiktochter, die Universal Music Group, den Börsenprospekt für den anstehenden Gang aufs Parkett vor.

14.09.2021 14:39 • von
Ein großer Katalog zahlt sich im Streamingzeitalter aus: laut dem Börsenprospekt der Universal Music Group entfielen im vergangenen Jahr 54 Prozent der Umsätze im Bereich Recorded Music auf den Backkatalog (Bild: Prospectus der Universal Music Group, Screenshot)

Am 14. September 2021 legten der Vivendi-Konzern und seine Musiktochter, die Universal Music Group, den Börsenprospekt für den anstehenden Gang aufs Parkett vor. Der soll genau eine Woche darauf stattfinden, die Aktien der Universal Music Group sollen demnach am 21. September an der Euronext in Amsterdam in den Handel starten.

Den samt Anhang rund 300 Seiten starken Börsenprospekt (hier) hat die niederländische Finanzaufsicht, die Stichting Autoriteit Financiele Markten, bereits abgesegnet. Das Papier schildert umfangreich mögliche Risikofaktoren für das Unternehmen, analysiert aber auch das internationale Musikgeschäft und dessen jüngere Entwicklung.

Für das laufende Jahr erwartet man bei der Universal Music Group laut dem Prospekt Umsatzzuwächse von mehr als zehn Prozent im Vergleich zu den zwölf Monaten bis Ende Dezember 2020, beim EBITDA-Vorsteuerergebnis liegen die Erwartungen bei einem Plus von mehr als 20 Prozent.

Angesichts der Ende Juli vorgelegten Halbjahreszahlen legt man sich dabei bei der Universal Music Group nicht allzu weit aus dem Fenster. Schließlich wieß die Zwischenbilanz nach zunächst noch vorläufigen Zahlen für die von Chairman & CEO Lucian Grainge geleitete Universal Music Group bis Ende Juni des laufenden Jahres bei konzernweiten Einnahmen in Höhe von 3,831 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 17,3 Prozent aus, während die EBITDA-Gewinne mit 822 Millionen Euro im Vorjahresvergleich um 31,8 Prozent zulegten.

Bei der Nachrichtenagentur "Reuters" sieht man den Vivendi-Großaktionär Vincent Bollore als einen großen Gewinner des anstehenden Börsengangs der Universal Music Group.Schließlich würde Bollore durch seinen Anteil am Konzern rund 18 Prozent der Aktien von Universal Music erhalten, bei einer Unternehmensbewertung über 33 Milliarden Euro oder umgerechnet rund 39 Milliarden Dollar wäre das ein Gegenwert von rund 5,9 Milliarden Euro beziehungsweise sieben Milliarden Dollar. Die Frage sei nun, was der Großaktionär mit seinem Anteil vorhabe.

Text: Knut Schlinger