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VIA - VUT Indie Awards steuern auf Preisverleihung zu

Am 23. September verleiht der Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen (VUT) zum neunten Mal die VIA - VUT Indie Awards. Die Gala im Schmidt Theater in Hamburg wird auch live übertragen. Hamburgs Senator für Kultur und Medien Carsten Brosda ist als Redner dabei.

13.09.2021 16:36 • von Jonas Kiß
Spricht am 23. September bei den VIA Awards: Carsten Brosda (Bild: Senatskanzlei Hamburg)

Am 23. September 2021 verleiht der Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen (VUT) zum neunten Mal die VIA - VUT Indie Awards. Im Schmidt Theater in Hamburg werden die Gewinner*innen in sieben Kategorien im Beisein der nominierten Künstler*innen, Laudator*innen und geladenen Gästen im Rahmen des Reeperbahn Festivals ausgezeichnet. Die Gala wird ab 20 Uhr auch live übertragen.

Als Moderatorin führt Nina "Fiva" Sonnenberg durch den Abend. Neben Reden vom VUT spricht zudem Hamburgs Senator für Kultur und Medien Carsten Brosda. Aufgrund der "Großzügigkeit eines Hamburger Musikliebhabers" seien die VIA Awards wieder mit 10.000 Euro dotiert, wie der VUT mitteilt. Zudem winkt den Gewinner*innen in der Kategorie "Bestes Label" eine ganzseitige Anzeige beim Medienpartner MusikWoche in einer der folgenden Ausgaben nach der Verleihung.

In der Kategorie "Beste*r Newcomer*in" haben die VUT-Mitglieder in diesem Jahr Albertine Sarges, Lui Hill, Shelter Boy, Sofia Portanet und Sorry3000 auf die Shortlist gewählt. Vergangenes Jahr gewannen The Düsseldorf Düster Boys den Preis.

In allen anderen Kategorien stimmt eine Fachjury ab, bestehend aus rund 250 Expert*innen, die repräsentativ für die Vielfalt der unabhängigen Musikbranche ein breites Spektrum an Genres, Hintergründen, Businesserfahrungen und Geschäftsbereichen vertreten.

Als mögliche Nachfolger*innen von Ebow sind dieses Jahr für den VIA als "Bester Act" Danger Dan, Masha Qrella und The Notwist nominiert. In die Fußstapfen von Mansions and Millions in der Kategorie "Bestes Label" könnten Audiolith, City Slang oder PIAS treten. Anwärter*innen für den VIA Award in der Kategorie "Bestes Album", der im letzten Jahr an Aldous Harding ging, sind Arlo Parks mit "Collapsed In Sunbeams", Noga Erez mit "Kids" und The Notwist mit "Vertigo Days".

Als "Bestes Experiment" ist in diesem Jahr die Dresdner Band Ätna mit einem virtuellen Livekonzert nominiert. Für das ebenfalls nominierte "I'll Marry You, Punk Come" verwendeten die Künstler*innen Dadabots und Portrait XO eine einzigartige Methode: Sie trainierten neuronale Netzwerke auf A-Cappella-Musik der 1950er Jahre, vermischt mit KI-generierten Death-Metal-Gesangsstilen und einer chromatischen Basslinie. Außerdem steht in dieser Kategorie der Pianist und Komponist Martin Kohlstedt auf der Shortlist. Im Rahmen seines Waldprojekts pflanzt er für jedes verkaufte Konzertticket einen Baum in seiner Heimat Thüringen.

Seit vergangenem Jahr werden zudem Unternehmen und Projekte mit dem Preis für "Best New Music Business" ausgezeichnet: Der Preis steht für den Aufbau eines neuen Unternehmens, für die erfolgreiche Entwicklung kreativer und wirtschaftlich tragbarer Ideen sowie für den Mut zur Selbstständigkeit. Hier nominiert sind die eigene Firma Antilopen Geldwäsche der HipHop-Band Antilopen Gang, das Berliner Mastering-Studio Queer Ear Mastering von Tara Transitory und Nguyen Baly und das Green Touring Network, das Künstler*innen und Akteur*innen der Musikbranche dabei unterstützt, einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Der VUT dankt insbesondere der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, Merlin und der GVL als Hauptförderer der Awards, dem Reeperbahn Festival, der GEMA, Phononet, allen VUT-Freund*innen und Unterstützer*innen sowie den diesjährigen Medienpartnern ByteFM, DIFFUS, Kaput Mag und MusikWoche.

Alle Nominierten der VIA Awards 2021 auf einen Blick:

__Beste*r Newcomer*in:

Albertine Sarges

Lui Hill

Shelter Boy

Sofia Portanet

Sorry3000

__Bestes Album:

Arlo Parks mit "Collapsed In Sunbeams"

Noga Erez mit "Kids"

The Notwist mit "Vertigo Days"

__Bester Act:

Danger Dan

Masha Qrella

The Notwist

__Bestes Label:

Audiolith

City Slang

PIAS

__Bestes Experiment:

Ätna mit ihrem virtuellen Yabal-Livekonzert

Dadabots & Portrait XO mit "I'll Marry You, Punk Come"

Martin Kohlstedt mit seinem Waldprojekt

__Best New Music Business:

Antilopen Geldwäsche

Queer Ear Mastering

Green Touring Network