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Charts KW 37: Zepter für Iron Maiden und Shindy

Iron Maiden sichern sich mit einem diesjährigen Startwochenrekord ihres Albums "Senjutsu" ihre insgesamt vierte Nummer eins in den deutschen Longplaycharts - vor Ufo361 und Drake. Bei den Singles macht Rapper Shindy mit "Mandarinen" das Rennen - und beide Comebacksongs von Abba debütieren in den Top 5.

10.09.2021 15:53 • von Frank Medwedeff
Dominant dank bestem Startwochenergebnis 2021 bis dato: Iron Maiden (Bild: Warner Music)

Iron Maiden rocken sich mit ihrem neuen Studioalbum "Senjutsu" in den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts sofort an die Tabellenspitze. Wie GfK Entertainment bestätigt, verkaufte sich kein anderes Album in der Startwoche in diesem Jahr bislang häufiger in Deutschland. Nach "A Matter Of Life And Death" (2006), "The Final Frontier" (2010) und "The Book Of Souls" (2015) landen die britischen Heavy-Metal-Helden um Sänger Bruce Dickinson hierzulande ihre vierte Nummer eins.

Von null auf zwei schwingt sich Ufo361 mit der Botschaft "Destroy All Copies". Der kanadische Superstar Drake bringt sich mit "Certified Lover Boy" ad hoc auf Rang drei ein.

Ebenfalls neu dabei ist David Hasselhoff und sein Werk "Party Your Hasselhoff", auf dem der Sänger und Schauspieler unter anderem Iggy Pop, Neil Diamond, Kiss und Billy Joel covert, auf Rang vier - die höchste Notierung seiner Karriere mit einem Longplayer in Deutschland.

Hasselhoff kommentiert: "Ich bin sehr stolz und glücklich, das erste Mal auf Platz #4 der deutschen Album-Charts zu sein. Ich liebe es, mit meinen deutschen Fans zu feiern, und ich freue mich, schon bald wieder zu Euch zurückzukehren. It's time to party!"

Britta Friedrich (CEO AB Glanz Entertainment, Management Hasselhoff) erklärt: "Von ganzem Herzen kann ich nur sagen, team work makes the dream work! Die Zusammenarbeit untereinander ist großartig, und wir freuen uns sehr über diesen fantastischen Erfolg."

Sam Bittner (Vice President Music & Live Entertainment bei Seven.One Starwatch), meint: "Legendär - die Rückkehr von The Hoff. Gekrönt mit einem Top-5-Einstieg. Wir gratulieren dem ganzen Team!"

Henrik Guemoes (Head of A&R Schubert Music und Labelhead Restless) fügt an: "David hat ein sensationelles Album geschaffen, und dass es uns möglich ist, mit dieser Ikone eine Top 4 zu feiern ist ein fantastischer Erfolg für uns alle."

Thomas Thyssen (Managing Director Schubert Music Publishing und Head of Recorded Music Schubert Music) ergänzt: "Mit David zu arbeiten war und ist eine absolute Freude. Und jetzt in der tollen Situation zu sein, den höchsten Chart-Entry seiner Karriere feiern zu können, ist definitiv das Sahnehäubchen auf der Hoff-Party-Torte!"

Und auch Dennis Rose (Senior Label Manager von Vertriebspartner The Orchard) meldet sich zu Wort: "Wir sind sehr glücklich über David Hasselhoffs höchste Chart-Platzierung und wollen uns bei Schubert Music und David Hasselhoff für die großartige und intensive Zusammenarbeit bedanken."

"Mercury - Act 1" von der Band Imagine Dragons aus Las Vegas debütiert derweil auf Rang fünf.

Auch die Plätze sechs, auf dem sich Alex Christensen und The Berlin Orchestra mit "Classic 80s Dance" einnisten, und sieben, auf dem Chris de Burgh "The Legend Of Robin Hood" aufleben lässt, nehmen Neueinsteiger ein.

Somit fallen Beatrice Egli mit "Alles was du brauchst" von eins auf acht und Bosses "Sunnyside" von drei auf neun zurück.

An zehnter Position hält Rapper AchtVier mit "Der alte Achti Vol. 2" Einzug in die Albumhitliste.

Moses Pelham erobert mit seinem "Nostalgie Tape" ohne Umweg Platz elf, wofür der Rapper, Songautor, Labelbetreiber und Produzent von Sony Music bereits einen Sonder-Award für einen speziellen Rekord erhielt: Als erster Rapper überhaupt kann er nämlich jetzt Notierungen in fünf Dekaden in den deutschen Longplaycharts vorweisen.

"Schockverliebt" zeigt sich Eric Philippi, was die Direktlandung des Siegers von Florian Silbereisens "Schlagerchallenge" auf Rang 13 indes nicht stört. Frisch gelistet auf Rang 16 ist "Rory Gallagher", das nach 50 Jahren neu aufgelegte Solodebüt des unvergessenen irischen Großmeisters an der Gitarre.

Als Neueinsteiger in den Top 20 tummeln sich noch The Night Flight Orchestra mit "Aeromantic II" auf Rang 17, Big Red Machine, das gemeinsame Projekt von Aaron Dessner (The National) und Justin Vernon (Bon Iver) und dessen "How Long Do You Think It's Gonna Last?" mit Gesangsbeiträgen von Taylor Swift und Anais Mitchell (18) sowie das Team 5ünf mit "Einmal Boyband und zurück" (20).

Warner Music übernimmt dank Iron Maiden mit einem Wochenanteil von 41,0 Prozent die Tabellenspitze der Vertriebsrangliste zu den Top 100 Longplay und schiebt Universal Music (31,4 Prozent) auf Platz zwei. 16,4 Prozent bringen Believe /GoodToGo auf den dritten Platz vor Sony Music (9,0 Prozent) und von GfK Entertainment als "Independent/Unknown" deklarierten Distributoren.

Das Rennen bei den Singles macht Shindy, der mit seinem neuen Hit vitaminreiche "Mandarinen" empfiehlt. Der Rapper drängt das australisch-kanadische Gelegenheitsduo The Kid Laroi und Justin Bieber und dessen Renner "Stay" auf die zweite Position ab.

Das Gesprächstthema in der Musikwelt ist natürlich das Comeback von Abba. Und die ersten beiden gerade veröffentlichten Singles des wiedervereinigten schwedischen Popquartetts charten auch in Deutschland hoch: "I Still Have Faith In You" an dritter Stelle und "Don't Shut Me Down" auf der Fünf.

Dazwischen liegt an vierter Position die Nummer zwei der vergangenen Woche, Ed Sheerans "Bad Habits".

Sofort in die Top 10, genauer gesagt auf Rang sieben, schafft es auch noch die neue Veröffentlichung von Apache 207, "Kapitel I - 2sad2disco".

Universal Music behauptet hier die Pole Position unter den Vertrieben per Marktanteil von diesmal 34,7 Prozent. Sony Music ist anhand von 32,8 Prozent dem Tabellenführer aber dicht auf den Fersen. Für Believe/GoodToGo reicht es auch hier für Rang drei (13,1 Prozent). Warner Music belegt die vierte Position (11,9 Prozent) und Ingrooves die Fünf (2,7 Prozent).

Zu den Top 30 Compilations: Dort hält die Vorherrschaft der "Bravo Hits 114" an. Von null auf zwei schnellt die Kopplung "Ich find Schlager toll - Herbst/Winter 2021/22", so dass es für "The Dome Vol. 99" um eine Stelle nach unten geht auf die Drei.

Universal Music erkämpft sich hier die Führungsposition im Distributorenranking zurück (38,6 Prozent Marktanteil) und verweist Warner Music (29,3 Prozent), Sony Music (26,7 Prozent) sowie Kontor/Edel (3,7 Prozent) auf die Plätze.