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Kerstin Ott: Zwangspause perfekt genutzt

Mit "Ich muss dir was sagen", ihrem letzten Album, landete Kerstin Ott 2019 auf Platz zwei der Offiziellen Deutschen Charts. Nun präsentiert die Sängerin, Gitarristin und Songwriterin mit "Nachts sind alle Katzen grau" ihr viertes Solowerk.

10.09.2021 09:38 • von Norbert Schiegl
Kerstin Ott veröffentlicht mit "Nachts sind alle Katzen grau" ihr viertes Album (Bild: Universal Music)
Mit "Ich muss dir was sagen", ihrem letzten Album, landete Kerstin Ott 2019 auf Platz zwei der Offiziellen Deutschen Charts. Nun präsentiert die Sängerin, Gitarristin und Songwriterin mit "Nachts sind alle Katzen grau" (Polydor/Universal Music) ihr viertes Solowerk.

"Die vergangenen Monate haben mir zum ersten Mal die Gelegenheit gegeben, in Ruhe zu reflektieren und zu verarbeiten, was in den letzten fünf Jahren alles in meinem Leben passiert ist", so Kerstin Ott zur Entstehungsgeschichte ihres neuen Albums. Die Musikerin blickt auf einige extrem erfolgreiche Jahre zurück mit drei Longplayern, die alle mit mindestens Platin ausgezeichnet wurden.

"Es hat gut getan, nach so viel Action einmal den Kopf freizubekommen, den ganzen Rummel auszublenden und ungestört in mich hineinzuhorchen." Seit ihrem Hit "Die immer lacht" im Januar 2016 hatte die mittlerweile 39-Jährige praktisch keine ruhige Minute mehr. Da kam die pandemiebedingte Zwangspause gerade recht, um einmal so richtig abzuschalten.

"Nach so viel Action plötzlich auf Null heruntergebremst zu werden, war einerseits eine schmerzhafte, anderseits aber auch eine sehr lehrreiche Erfahrung. In der ersten Zeit bin ich buchstäblich in ein schwarzes Loch gefallen, aus dem ich mich erst wieder herauskämpfen musste." Das ist Kerstin Ott beeindruckend gelungen, wie die 13 neuen Songs zeigen. Auch diesmal basieren ihre Lieder vor allem auf Beobachtungen sowie auf der Wahrnehmung ihrer Umwelt, aber auch von sich selbst.

"Viele der neuen Stücke handeln von Veränderungen und davon, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Wir leben in einer Zeit des Wandels und der Umbrüche. Das fließt auch automatisch in meine Lieder mit ein." Wie zum Beispiel in dem gesellschaftkritischen Song "Sag mir (wann beginnt endlich die Zeit)" oder der nachdenklichen Hymne "Manche Menschen", die sie all den stillen Freund*innen und Bekannten gewidmet hat, auf die man sich immer verlassen kann. "Jeder hat diese Menschen im Bekanntenkreis, die man zwar nicht ständig auf dem Radar hat, die aber immer für dich da sind, wenn du sie brauchst. Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft ist gerade in diesen Zeiten etwas unschätzbar Wertvolles."