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Deutscher Jazzpreis zieht nach Bremen

Nach der diesjährigen digitalen Premiere in Hamburg mit Schaltungen in drei andere Städte findet die zweite Verleihung des Deutschen Jazzpreises am 27. April 2022 in Bremen im Vorfeld des Branchenevents jazzahead! statt.

08.09.2021 15:41 • von Frank Medwedeff
Freut sich über die nächste Jazzpreisverleihung im Umfeld eines "zentralen Events der internationalen Jazzszene": Tina Sikorski (Bild: Initiative Musik)

Die zweite Ausgabe des Deutschen Jazzpreises steigt 2022 in Bremen. Die Preisverleihung soll am Mittwoch, dem 27. April kommenden Jahres, am Vorabend der jazzahead! in der Hansestadt stattfinden.

Tina Sikorski, Geschäftsführerin der Initiative Musik, kommentiert: "Mit dem Deutschen Jazzpreis wollen wir nicht nur die herausragendsten nationalen und internationalen Musiker:innen ins Rampenlicht rücken, sondern die gesamte Szene. Nach der erfolgreichen Premiere 2021 mit dem Haupt-Event in Hamburg sowie Schaltungen nach München, Berlin und Mannheim freuen wir uns nun, die Verleihung 2022 am Vorabend der jazzahead! in Bremen feiern zu können - bei einem der zentralen Events der internationalen Jazzszene."

Die größte Jazz-Fachmesse der Welt mit zuletzt über 3400 Fachgästen aus über 60 Ländern gelte als "Familientreffen des Jazz", der trotz des internationalen Anklangs ihren familiären Charakter nie verloren habe, heißt es dazu von der Initiative Musik. Mit den Showcase-Konzerten und dem jazzahead! Festival in 30 Spielstätten der Hansestadt erreiche die jazzahead! stets auch ein breites kulturinteressiertes Publikum von bis zu 25.000 Besucher:innen.

Peter Schulze, Künstlerische Leitung jazzahead!, erklärt: "Die Tatsache, dass der Deutsche Jazzpreis bei der jazzahead! verliehen wird, wird sehr auf die Internationalisierung von Jazz aus Deutschland einzahlen, da die internationalen Nachfrager:innen bei uns sein werden, um sich live ein Bild zu machen."

Und Kristina Vogt, die Bremer Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, merkt an: "Die Preisverleihung wertet Bremen als Musikstandort in besonderem Maße auf und ist zugleich eine wichtige und bereichernde Veranstaltung für unsere Stadt."

Die Bewerbungsphase für die zweite Ausgabe des Deutschen Jazzpreises startet im Oktober 2021. Im Mittelpunkt stehen sollen dabei erneut die Musiker:innen, für die es in der "Hauptkategorie 1: Künstler:innen" insgesamt 17 Auszeichnungen geben soll. Darüber hinaus werden in vier weiteren Hauptkategorien 14 Jazzpreise für "Aufnahme/Produktion", "Live" "Komposition/Arrangement" sowie drei Sonderpreise verliehen.

Der Deutsche Jazzpreis prämiert seit 2021 herausragende künstlerische Leistungen der nationalen und internationalen Jazzszene. Realisiert wird er von der Initiative Musik mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das Konzept des Deutschen Jazzpreises wurde gemeinsam mit einem von Kulturstaatsministerin Monika Grütters berufenen Beirat, der sich aus Vertreter:innen der Jazzszene zusammensetzt, entwickelt.

Die Premiere fand am 3. Juni 2021 statt, pandemiebedingt als Digitalveranstaltung im Vorfeld des in diesem Jahr notgedrungen ebenfalls zum digitalen Livestream-Event mutierten Elbjazz Festivals. Die Produkion der Hauptsendung erfolgte im Jazzpreis-Studio Hamburg. Live zugeschaltet wurden die Clubs Ella & Louis in Mannheim, A-Trane in Berlin und Unterfahrt in München.