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YouTube erreicht mit Musik 50 Millionen Abonnenten

Die Google-Tochter YouTube kommt inzwischen auf mehr als 50 Millionen Abonnenten ihrer Musik- und Premium-Dienste. Laut Lyor Cohen, der bei YouTube als Global Head of Music fungiert, funktioniere die zweigleisige Wachstumsstrategie.

02.09.2021 13:23 • von
Sieht YouTube im Musikgeschäft weiter wachsen: Lyor Cohen (Bild: Markus Mielek/Google LLC)

Der Google-Konzern baute in der Vermarktung seiner Angebote lange Zeit vor allem auf Werbeeinnahmen. Doch inzwischen kommt die Tochter YouTube offenbar auch im kostenpflichtigen Bereich auf mehr als 50 Millionen Abonnenten ihrer Musik- und Premium-Dienste. Das berichteten zunächst "Bloomberg" und "Financial Times", bevor Lyor Cohen, der bei YouTube als Global Head of Music fungiert, den Wert dann wenig später in einem Beitrag auf den Blogseiten der Videoplattform bestätigte.

Auch wenn Midia-Marktforscher Mark Mulligan YouTube Music erst kürzlich als den am schnellsten wachsenden Player im Wettbewerb der Musikstreamingdienste bezeichnete hatte, so ist das doch eine durchaus eindrucksvolle Wachstumsgeschichte. Schließlich hatte Sundar Pichai als CEO von Alphabet und Google noch im Oktober 2020 bei einer Investorenrunde berichtet, dass YouTube inzwischen auf mehr als 30 Millionen Abonnenten seiner Musik- und Premium-Dienste komme. Wenn man laufende Testabos mit einbeziehe, seien es gar 35 Millionen, hieß es damals. Nun also, nicht einmal ein Jahr später, ist dieser Wert auf gut 50 Millionen gewachsen, laut Cohen inklusive laufender Probeabos.

Im Gespräch mit "Bloomberg" hatte Lyor Cohen, der auch eine Keynote zum Reeperbahn Festival beistern will, die Zahl von 50 Millionen zunächst nicht selbst genannt, aber doch klar unterstrichen, dass die zweigleisige Wachstumsstrategie des Konzerns mit werbefinanzierten und kostenpflichtigen Angeboten - er sprach hier wörtlich von einer "twin engine growth story" - funktioniere: "Es gibt Leute, die bereit sind, mit ihren Augäpfeln zu bezahlen, und solche, die bereit sind, zu abonnieren." Beide Seiten seien "super wichtig".

Auf den Blogseiten von YouTube macht Lyor Cohen zudem deutlich, dass die Wachstumsgeschichte aus seiner Sicht noch nicht zu Ende sei: "Wir nehmen den Fuß noch lange nicht vom Gas", lautet seine Kampfansage, ohne allerdings Wettbewerber wie Spotify, Apple Music oder Amazon selbst zu nennen.

Text: Knut Schlinger