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Opus Klassik für Lang Lang und Sonya Yoncheva

Bei einer digitalen Pressekonferenz mit Clemens Trautmann, Stefanie Hase, Detlef Schwarte, Guido Evers und ebenfalls zugeschalteten Künstlern wurden die Preisträger für den Opus Klassik verkündet. Dazu gehören Lang Lang, Sonya Yoncheva, Fatma Said und Marc Albrecht.

26.08.2021 14:41 • von Dietmar Schwenger
Sie erhalten 2021 einen Opus Klassik: alle Preisträger auf einen Blick (Bild: Collage Opus Klassik)

Bei einer digitalen, anderthalbstündigen Pressekonferenz mit Clemens Trautmann (President Deutsche Grammophon), Stephanie Haase (Director Classics Warner Music Central Europe), Detlef Schwarte (Geschäftsführer Reeperbahn Festival), Guido Evers (Geschäftsführer GVL) und ebenfalls zugeschalteten Künstlern wurden die Preisträger für den Opus Klassik verkündet.

Aus knapp 600 Nominierungen - mehr als jemals zuvor - wählte eine Jury bestehend aus der Musik- und Medienbranche die Gewinner aus. Zu den 48 Preisträgern gehören Sonya Yoncheva ("Sängerin des Jahres"), Pianist Daniil Trifonov ("Instrumentalist des Jahres"), Fatma Said ("Nachwuchskünstlerin des Jahres"), Marc Albrecht ("Dirigent des Jahres") und Pianist Lang Lang ("Bestseller des Jahres").

Ebenfalls ausgezeichnet werden unter anderem Piotr Becza?a als "Sänger des Jahres", Regula Mühlemann für die beste "Solistische Einspielung Gesang (Oper)", Augustin Hadelich als "Instrumentalist des Jahres (Violine)", Dorothee Oberlinger für die "Weltersteinspielung des Jahres" und Yuja Wang ("Konzerteinspielung"). Wer den diesjährigen Opus Klassik für das Lebenswerk gewonnen hat, wird bei der Veranstaltung am 10. Oktober 2021 bekannt gegeben.

Weitere Preise gehen an Olga Neuwirth als "Komponistin des Jahres", das Ensemble Modern ("Ensemble/Orchester"), Lars Vogt ("Solistische Einspielung Instrument (Klavier)"), das Duo Tal & Groethuysen, ("Kammermusikeinspielung 20. und 21. Jhd."), Ranghild Hemsing ("Klassik Ohne Grenzen"), das Orchestra dell' Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter der Leitung von Antonio Pappano mit Jonas Kaufmann in der Titelrolle von "Otello", ("Operneinspielung 19. Jhd.") sowie Selina Ott, Roberto Paternostro und das ORF Vienna Radio Symphony Orchestra ("Konzerteinspielung (Trompete)").

Die Preisverleihung findet am Wochenende vom 9. und 10. Oktober 2021 in Form eines Kammerkonzerts in der Villa Elisabeth sowie eines Orchesterkonzerts im Konzerthaus Berlin statt. Die Gala am 10. Oktober wird vom Medienpartner ZDF am selben Tag um 22:15 Uhr ausgestrahlt. Das Kammerkonzert am 9. Oktober wird in Kooperation mit TikTok zu sehen sein.

Der Beirat und die Jury des Opus Klassik haben in diesem Jahr Sonderpreise für mediale oder hybride Formate ausgelobt, die eine besonders intensive kulturelle Teilhabe in Zeiten der Pandemie ermöglicht und für den Neustart des öffentlichen Musiklebens Impulse gesetzt haben. Mit dem neuen "Sonderpreis für Publikums- und Partizipationsprojekte" will der Verein zur Förderung der Klassischen Musik in diesem Jahr verstärkt die Aufmerksamkeit auf innovative Projekte lenken, die eine breite gesellschaftliche Teilhabe an klassischer Musik ermöglichen sollen, insbesondere indem sie neue Publikumskreise aktivieren, Interaktion zwischen Künstlern und Zuhörern schaffen oder klassische Musik in neuartiger kreativer Weise vermitteln.

Ausgezeichnet werden die Projekte "100 Ideen für 100 Jahre Mozartfest" (Mozartfest Würzburg) und "Music Lab - Join The Sound, ein partizipatives Online-Musikerlebnis für alle" (Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen). Daniel Hope wird für sein Format "Hope@Home" mit dem "Sonderpreis der Jury für besondere Leistungen" geehrt. Mit einem täglichen Livestreaming-Format beim TV-Sender arte gelang es dem Geiger, klassische Musik während der Pandemie erlebbar und für ein breiteres Publikum verfügbar zu machen.

Ein "Sonderpreis der Jury für besondere mediale Formate und Verbreitung" geht an das Musik-Magazin "KlickKlack" im BR-Fernsehen, das Liebhabern von Klassik, Jazz und zeitgenössischer Musik eine Heimat bietet.

Der Verein zur Förderung der Klassischen Musik habe es sich als Ausrichter des Opus Klassik habe es sich zur Aufgabe gemacht, Klassik in Deutschland zu fördern, heißt es aus Berlin. "Mit immer wieder neu-gedachten Konzepten und einer starken Ausrichtung auf den Nachwuchs rücken Innovation und Kreativität in diesem Jahr besonders in den Fokus."

In diesen schon 2020 verliehenen innovativen Kategorien gewinnen Niklas Liepe ("Videoclip des Jahres"), John Neumeier ("Innovatives Konzert des Jahres") und das Trio Parnassus ("Innovative Audioproduktion des Jahres"). Als "Nachwuchskünstler*innen des Jahres" werden neben Fatma Said (Gesang), Pablo Ferrández (Cello), Robert Neumann (Klavier) und Lucienne Renaudin Vary (Trompete) ausgezeichnet.

Den Preis für "Nachwuchsförderung" erhält der Berliner Mädchenchor für "Stimmenüberleben", eine filmische Umsetzung des musikalischen Werks "Anne Frank: A Living Voice" der Komponistin Linda Tutas Haugen. Eine große Besonderheit sei in diesem Jahr die Kooperation mit dem Reeperbahn Festival in Hamburg, wo der Opus Klassik am 23. September erstmals präsent sein wird. Neben einem Panel zum Thema "Neustart mit Publikums- und Partizipationsprojekten" und einem Branchentreffen treten Niklas Liepe, Ragnhild Hemsing und Robert Neumann am Abend im Bahnhof Pauli auf und erhalten dort bereits ihre Opus-Klassik-Trophäen.

Clemens Trautmann, Vorstandsvorsitzender des Vereins zur Förderung der Klassischen Musik, freut sich in diesem Jahr besonders über die große Bandbreite des klassischen Musiklebens, die der Preis abbildet: "Der Opus Klassik steht in diesem Jahr für Exzellenz, Vielfalt und kulturelle Teilhabe."

"Mit gemeinsamem, begeistertem Engagement von Konzertveranstaltern, Musikverlagen, Labels und Medienpartnern gelingt es uns, klassische Musik in ihrer großen Fülle zu präsentieren, den musikalischen Nachwuchs zu stärken und zu neuen, partizipativen Konzepten und Formaten zu ermutigen", so Trautmann weiter. "Der Opus Klassik entwickelt sich 2021 konsequent weiter und setzt besonders in der aktuellen Phase des Neustarts von Kultur wichtige Impulse für den Wert von klassischer Musik als Bestandteil unserer Gesellschaft."

Bei der im ZDF übertragenen Gala treten am 10. Oktober Sonya Yoncheva, Piotr Beczala, Daniel Hope, Daniil Trifonov, Fatma Said, Martin Fröst, Lucienne Renaudin Vary, Pablo Ferrández und Ragnhild Hemsing auf. Die Moderation übernimmt Désirée Nosbusch.

Als Partner wieder mit dabei ist die Automarke Mercedes-Benz. Erneuter Partner des Preises ist ebenfalls die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL), die die Preisverleihung im Rahmen einer kulturpolitischen Zuwendung auch 2021 unterstützt. In Kooperation mit dem Medienpartner "Welt am Sonntag" wird ein Publikumspreis vergeben, bei dem die Leser über eine von der Kulturredaktion erstellte Liste abstimmen können. Das Hamburger Kulturprojekt Tonali begleitet den Opus Klassik in diesem Jahr mit einem Programm, bei dem Schülermanager im Sinne einer breiten Partizipation die Events des Opus Klassik in Hamburg und Berlin mitorganisieren.