Events

Opus Klassik kommt auf die Reeperbahn

Am 23. September geht die Verleihung einiger Kategorien des Opus Klassik erstmals beim Reeperbahn Festival über die Bühne. Die Partnerschaft im Rahmen des Konferenz- und Showcase-Programms beinhaltet ein Panel, ein Branchentreffen sowie einen Konzertabend.

12.08.2021 10:58 • von Dietmar Schwenger
Geht mit dem Opus Klassik auf die Reeperbahn: Clemens Trautmann (Bild: Universal Music)

Am 23. September 2021 geht die Verleihung einiger Kategorien des Opus Klassik erstmals beim Reeperbahn Festival über die Bühne. Die Partnerschaft im Rahmen des Konferenz- und Showcase-Programms beinhaltet ein Panel, ein Branchentreffen sowie einen Konzertabend. Die eigentliche Verleihung des Klassik-Awards findet am 10. Oktober wie gewohnt im Konzerthaus Berlin am Gendarmenmarkt statt.

Beim Reeperbahn Festival geht es um innovative Projekte und Perspektiven der Klassik. "Die Zusammenarbeit steht für die zukunftsweisenden Themen der Klassik: Innovation und Kreativität", heißt es in einer Mitteilung der Opus-Macher. "Die Partner eint das Ziel, nicht nur bestehende Musikfans mit einer neuartigen Ansprache zu aktivieren, sondern auch genreübergreifend zusätzliche Zielgruppen zu gewinnen."

Als Ausrichter des Opus Klassik setze der Verein zur Förderung der Klassischen Musik e. V. mit diesem Schritt "konsequent" seinen Weg fort, neue Multiplikatoren und Zielgruppen für die Klassik zu erschließen.

Wie es gelingen könnte, mit branchen- und medienübergreifenden Initiativen die Klassikzielgruppe zu aktivieren und zu erweitern, soll am 23. September im Panel "Neustart mit Publikums- und Partizipationsprojekten" diskutiert werden. Die mit dem Sonderpreises für Publikums- und Partizipationsprojekte ausgezeichneten Initiativen wollen dort ihre Ansätze und Projekte vorstellen.

"Im Sinne einer breiten Partizipation wird das Preisträger*innen-Konzert von Schülermanager*innen mitorganisiert, die nach dem bewährten Modell von Tonali ihre Klassen und Schulen für das Projekt begeistern", teilen die Opus-Veranstalter in Bezug auf die Partner der Tonali-Akademie mit.

Im Anschluss an das Panel und ein Branchentreffen im East Hotel treten am Abend Preisträger unter anderem aus den Kategorien "Videoclip des Jahres", "Klassik ohne Grenzen" und "NachwuchskünstlerIn" im Bahnhof Pauli auf. Dort geht dann auch die Preisverleihung über die Bühne.

"Wir setzen uns dafür ein, klassische Musik in Deutschland gesellschaftlich noch breiter zu verankern", sagt Clemens Trautmann, Vorstandsvorsitzender des Opus Klassik. "Dafür ist es essenziell, immer wieder neue Konzepte auszuprobieren, genreübergreifende Foren zu schaffen und innovative Projekte und Künstler*innen zu präsentieren."

Ganz bewusst habe man zum - "hoffentlich bevorstehenden" - Neustart des kulturellen Lebens eine verstärkte Teilhabe an klassischer Musik durch neue Publikumsgruppen, aber auch durch Aktivierung bestehender Musikfreunde in den Fokus gerückt - im realen Konzertleben wie auch in digitalen Medien. "Das Reeperbahn Festival mit seiner Offenheit und seinen Multiplikatoren ist dafür ein ideales Terrain, und wir bedanken uns für die Einladung und gute Zusammenarbeit."

Mit Mercedes-Benz hat der Verein zur Förderung der Klassischen Musik einen Fahrzeughersteller als Partner für die Gala gewinnen können. Erneuter Partner des Preises ist ebenfalls die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL), die die Preisverleihung im Rahmen einer kulturpolitischen Zuwendung auch 2021 unterstützt.

Die Preisverleihung des Opus Klassik findet im Rahmen einer TV-Gala am 10. Oktober 2021 im Konzerthaus Berlin statt. Wie schon im Vorjahr werden neben Künstlern und deren Alben auch Live-Projekte, Kompositionen, innovative Konzert-Formate und außergewöhnliche Leistungen oder Verdienste in insgesamt 25 Kategorien geehrt. Désirée Nosbusch präsentiert die Verleihung des Klassikpreises und tritt damit die Nachfolge von Thomas Gottschalk an.

Zu den diesjährigen Nominierten zählen unter anderem Igor Levit, Sonya Yoncheva, Lang Lang, Hilary Hahn, Fatma Said, Piotr Beczala, Andrea Battistoni, Nikola Djoric, Fazil Say und Klangkörper wie das Ensemble Colorito, Quatuor Ébène oder die Gächinger Kantorei.