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Live Nation setzt auf Impfpflicht

Bis zum 4. Oktober müssen alle US-Angestellten von Live Nation in den USA geimpft sein, um in die Büros zu kommen oder vor Ort bei Konzertbetrieb tätig zu sein. Die Entscheidung, ob Fans einen Test oder Impfnachweis für Konzerte brauchen, soll hingegen bei den Künstlern liegen.

10.08.2021 11:34 • von Dietmar Schwenger
Macht sich für Impfpflicht stark: Michael Rapino, CEO & President Live Nation (Bild: Sebastian Arzt)

Bis zum 4. Oktober 2021 müssen alle US-Angestellten von Live Nation in den USA geimpft sein, um in die Büros zu kommen oder vor Ort bei Konzertbetrieb tätig zu sein. Ausnahmen sollen nur dort gelten, wo Gesetzte in einzelnen Bundesstaaten dies nicht zulassen. Die Entscheidung, ob Fans einen Test oder Impfnachweis für Konzerte brauchen, soll hingegen bei den Künstlern liegen.

Die Entscheidung von Live Nation kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem einige US-Bundesstaaten alle Beschränkungen wie etwa Maskenpflicht aufgehoben haben, während andere ihre Bestimmungen verschärft haben. So hat New York jüngst angekündigt, dass für alle Indoor-Veranstaltungen künftig ein Impfnachweis erforderlich ist. Beim jüngst von Live Nation ausgerichteten Lollapalooza Festival in Chicago habe die Durchimpfung 90 Prozent betragen, teilt das Unternehmen mit.

Die Verschärfungen haben dazu geführt, dass einige Konzerte und Tourneen betroffen waren. Unter anderem musste Live Nation gemeinsame Shows von Fall Out Green Day und Weezer absagen, auch geplante Konzerte von Limp Bizkit wurden abgesagt und das New Orleans Jazz Fest in den Frühling 2022 verschoben. Dagegen laufen Tourneen etwa von Guns 'N Roses und der Dave Matthews Band bislang noch ohne Absagen. Ende Juli ging zudem das Rolling Loud Miami Festival mit 75.000 Fans über die Bühne.