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Niedersachsen entwickelt neue Corona-Strategie

In Niedersachsen werden derzeit zwei Modelle für eine neue Corona-Strategie diskutiert.

06.08.2021 11:01 • von Jochen Müller
Daniela Behrens, niedersächsische Gesundheitsministerin (Bild: IMAGO / Michael Matthey)

Vor dem Hintergrund, dass die Inzidenzwerte zwar wieder ansteigen, die Situation in den Krankenhäusern aber weiterhin entspannt bleibt, werden in Niedersachsen derzeit zwei Modelle für eine neue Corona-Strategie diskutiert.

Zum einen werde laut Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) darüber nachgedacht, die Corona-Grenzwerte deutlich anzuheben. Der seit 23. Juni in Niedersachsen geltende Vier-Stufen-Plan sieht die strengsten Regelungen für eine Sieben-Tage-Inzidenz jenseits der 50 vor; ein Wert, den derzeit kein Kreis/keine Stadt in Niedersachsen erreicht (aktuell verzeichnet die Stadt Salzgitter mit 47 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen; landesweit liegt sie bei 17,2). "Die heutige 50 könnte dann deutlich höher angesetzt werden", erklärte Gesundheitsministerin Behrens gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Das zweite Modell, das derzeit in der Landesregierung in Hannover diskutiert wird, sieht laut Behrens vor, "dass wir uns generell von der Reglementierung aller gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereiche verabschieden und stattdessen hauptsächlich auf den Schutz besonders gefährdeter Bereiche setzen".

Grundregeln wie Abstand, Hygiene, das Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung sowie Lüften würde aber weiterhin Bestand haben, so Behrens.