Unternehmen

Warner Music nach neun Monaten in den schwarzen Zahlen

Die Warner Music Group konnte ihre Umsätze im dritten Fiskalquartal um mehr als ein Viertel steigern. Unterm Strich steht für das Unternehmen, das vor Jahresfrist noch rote Zahlen schrieb, nun fürs jüngste Quartal und die bisherigen neun Monate des laufenden Geschäftsjahres ein Nettogewinn.

03.08.2021 14:12 • von
Stolz auf die jüngsten Zahlen der Warner Music Group: CEO Stephen "Steve" Cooper (Bild: WMG)

Die Warner Music Group konnte ihre Umsätze im dritten Fiskalquartal um mehr als ein Viertel steigern. Das zeigt die Zwischenbilanz, die CEO Stephen "Steve" Cooper am 3. August 2021 in New York präsentierte.

Über alle Unternehmensbereiche hinweg nahm der Musikkonzern von Anfang April bis Ende Juni des laufenden Jahres 1,34 Milliarden Dollar ein. Das bedeutet ein Plus von 32,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, bereinigt um Währungseffekte lag das Umsatzplus immer noch bei 26,5 Prozent. Vor allem Zuwächse im Bereich Streaming hätten das Wachstum angeschoben, darüber hinaus aber sei in verschiedenen Bereichen auch eine Erholung von den Auswirkungen der Pandemie festzustellen.

Das konzernweite Digitalgeschäft wuchs um 28,9 Prozent, beziehungsweise währungsbereinigt um 23,4 Prozent, der Umsatzanteil lag bei knapp unter 70 Prozent.

Noch steiler bergauf ging es allerdings im physischen Recorded-Geschäft, das um 154,9 Prozent wuchs, oder, um Währungseffekte bereinigt, um 136,4 Prozent.

Das operative Ergebnis in den drei Monaten bis Ende Jun sprang nach Verlusten in Höhen von 433 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum nunmehr auf 162 Millionen Dollar. Und auch unterm Strich konnte die Warner Music Group einen Nettogewinn in Höhe von 61 Millionen Dollar ausweisen. Zur Erinnerung: Im Vorjahresquartal fielen noch Miese in Höhe von 519 Millionen Dollar an.

Schaut man sich die ersten neun Monate des laufenden Fiskaljahres an, bedeuten Umsätze in Höhe von 3,925 Milliarden Dollar ein Plus von 18 Prozent, die operativen Erträge wuchsen auf 509 Millionen Dollar und das Nettoergebnis lag bei 277 Millionen Dollar - nach einem Nettoverlust von 471 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.

"Wir sind stolz auf alles, was wir in unserem ersten Jahr als börsennotiertes Unternehmen erreicht haben", kommentierte Steve Cooper die jüngsten Zahlen. In einer "sehr herausfordernden Zeit" habe man ins Kerngeschäft investiert, aber auch "eine Reihe innovativer Wachstumschancen" ergriffen. "Herausragende Veröffentlichungen unserer Künstler und Songwriter", gepaart mit ideenreichen Umsetzungen, hätten im dritten Quartal für "hervorragende Ergebnisse" gesorgt. Nun freue er sich darauf, das Geschäftsjahr "mit einer Reihe großartiger Neuerscheinungen von etablierten und aufstrebenden Stars" abzuschließen zu können.

Text: Knut Schlinger