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Universal Music zum Halbjahr kräftig im Plus

Vor dem anstehenden Börsendebüt kann die Universal Music Group mit prozentual zweistelligen Zuwächsen bei Umsätzen und Vorsteuergewinnen protzen. Das zeigt die Halbjahresbilanz des Vivendi-Konzerns. Selbst im physischen Geschäft ging es deutlich bergauf.

29.07.2021 11:57 • von
Zählt mit zu den erfolgreichsten Acts von Unievrsal Music im ersten Halbjahr 2021: Olivia Rodrigo (Bild: Stefan Kohli)

Vor dem anstehenden Börsendebüt kann die Universal Music Group mit prozentual zweistelligen Zuwächsen bei Umsätzen und Vorsteuergewinnen protzen. Das zeigt die Halbjahresbilanz, die der Vivendi-Konzern nach Börsenschluss am Abend des 28. Juli 2021 vorlegte.

Nach zunächst noch vorläufigen Zahlen erzielte die von Chairman & CEO Lucian Grainge geleitete Universal Music Group von Anfang Januar bis Ende Juni des laufenden Jahren konzernweite Einnahmen in Höhe von 3,831 Milliarden Euro. Um Währungseffekte und Zu- oder Verkäufe bereinigt entspricht das einem Umsatzplus von 17,3 Prozent. Lässt man diese Bereinigung beiseite, lag das Plus bei immerhin noch 10,7 Prozent.

Noch dynamischer sieht die Entwicklung bei den Vorsteuergewinnen aus, wo die EBITA-Erträge in Höhe von 753 Millionen Euro um 37,7 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraums lagen, während die EBITDA-Gewinne mit 822 Millionen Euro um 31,8 Prozent zulegten.

Im Bereich Recorded Music verbuchte Universal Music in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 ein bereinigtes Umsatzplus von 20 Prozent, getrieben vor allem von den Zuwächsen im Abo- und Streaminggeschäft, die um fast ein Viertel wuchsen. Aber auch im physischen Geschäft ging es mit einem Umsatzplus von gut 40 Prozent deutlich im Halbjahresvergleich bergauf. Allerdings muss man hier bedenken, dass die Covid-19-Pandemie das zweite Quartal des Vorjahres massiv getroffen hatte.

Zu den erfolgreichsten Veröffentlichungen im ersten Halbjahr gehörten laut Vivendi-Bilanz eine "Best Of" von BTS und Neu-VÖs von Justin Bieber und Olivia Rodrigo, aber auch anhaltende Verkäufe bei The Weeknd, Pop Smoke oder Ariana Grande.

Das Verlagsgeschäft von Universal Music Publishing wuchs derweil zum Halbjahr nach Umsätzen währungsbereinigt um 3,9 Prozent, wobei hier im Vorjahreszeitraum ein Lizenzstreit für einen positiven Sondereffekt gesorgt hatte. Selbst im Merchandising, vor Jahresfrist noch deutlich unter Druck, fiel ein Umsatzplus von gut 22 Prozent an.

Text: Knut Schlinger