Livebiz

Infinity Staging hilft Hochwasseropfern

Infinity Staging mit Sitz im schwer von Hochwasser getroffenen Landkreis Ahrweiler stellt seine Ressourcen, die das Logistik- und Produktionsunternehmen ansonsten beim Tourneegeschäft einsetzt, bei der Bekämpfung der Katastrophenfolgen zur Verfügung, bittet aber um weitere Hilfen.

27.07.2021 13:37 • von Dietmar Schwenger
Hat bislang 500 Tonnen Hilfsgüter verteilt: ein Logistikzentrum von Infinity Staging (Bild: Infinity Staging)

Infinity Staging mit Sitz in Grafschaft im schwer von Hochwasser getroffenen Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz, direkt an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen, stellt seine Ressourcen, die das Logistik- und Produktionsunternehmen ansonsten beim Tourneegeschäft einsetzt, bei der Bekämpfung der Katastrophenfolgen zur Verfügung.

"Wir sind nur indirekt betroffen", erzählt Thomas Kläser, CEO/Projectmanager Ininity Staging, im Gespräch mit MusikWoche. Denn der Standort des Unternehmens liege oberhalb des Hauptschadengebiets. "Aber wir haben schnell beschlossen, dass wir als Logistikunternehmen, das ansonsten Tourmaterial bewegt, unsere Möglichkeiten einsetzen, um zu helfen." So hat das Unternehmen rasch ein Verteilzentrum für Hilfswaren eingerichtet, über das bislang 500 Tonnen Hilfsgüter ausgegeben wurden. Auch habe man der betroffenen Bevölkerung eine halbe Million Liter Trinkwasser gebracht.

Darüber hinaus hat Infinity Staging mehrere Notapotheken aufgebaut und beim Wegebau geholfen. "Zum Teil mussten wir ganze Straßen neu anlegen", führt Kläser aus, der die Hilfsaktion in mehrere Phasen einteilt. So habe man die erste Phase der Direkthilfe am 24. Juli abgeschlossen, nun gehe es in Phase zwei, bei der sechs Bautrupps mit je 30 Menschen, also ingesamt 180 Helfern, in der betroffenen Region mobil im Einsatz sind.

Dafür brauche man nun konkrete Hilfen wie etwa Personentransporter, um die Crews zu befördern, aber auch technisches Material (wie Radlader) wäre hilfreich, so Kläser weiter, der eng mit dem Technischen Hilfswerk, den Pioniereinheiten und mitunter der Luftwaffe der Bundeswehr zusammenarbeitet.

Auch wenn die Grundversorgung der betroffenen Menschen nun gewährleistet sei, sei noch viel zu tun, da immer noch Wasser in 200 bis 300 Häusern, die nicht von den Wassermassen komplett weggerissen wurden, in den Kellern stehe. Deswegen seien auch weitere Geldspenden wichtig, die Holger Jan Schmidt, Geschäftsführer BN*PD - Bonn Promotion Dept., unter der E-Mail holger.schmidt@bnpd.de und den eigens initiierten Paypal-Moneypool koordiniert.