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Paradise öffnet MRT-Angebot auch für Neukunden

Bisher hat der Berliner Digitaldienstleister Paradise Worldwide die sogenannte MRT-Technologie (Music Recognition Technology) nur für Vertriebspartner angeboten. Nun ist das Musikerkennungssystem auch für Verlage, Labels und Künstler*innen erhältlich, die nicht direkt bei Paradise unter Vertrag stehen.

23.07.2021 11:38 • von Jonas Kiß
Kennt sich mit der Musikerkennungs-Technologie aus: Ralph Boege (Bild: Paradise)

Bisher hat der Berliner Digitaldienstleister Paradise Worldwide die sogenannte MRT-Technologie (Music Recognition Technology) nur für Vertriebspartner angeboten. Nun ist das Musikerkennungssystem auch für Verlage, Labels und Künstler*innen erhältlich, die nicht direkt bei Paradise unter Vertrag stehen.

Laut Paradise-Geschäftsführer Ralph Boege hätten sich Music Recognition Services "zu einem wichtigen Instrument für das Einsammeln von Verlagsgeldern und Neighboring Rights" entwickelt. "Auf Grund unserer langjährigen Erfahrung in diesem Markt haben wir uns dazu entschlossen, diese Dienstleistung auch für Kunden außerhalb unseres Paradise Vertriebsportfolios anzubieten. Es sollte jeder davon profitieren, die Trefferquoten bezüglich Titel und Daten-Matchings innerhalb von Verwertungsgesellschaften zu erhöhen", sagt Boege.

Das MRT-Angebot berechnet Paradise je nach Kunde und Repertoire. "Durch unser Paradise Pro System ist es mittlerweile einfach, Release Daten bei uns anzulegen, dementsprechend kann auch ein Verlag das hinbekommen, und dann liefern wir eben nur an die MRT´s aus", erklärt Boege.

Festivals in Deutschland würden etwa einen Betrag an die Gema zahlen, ein Teil davon gehe an die GVL. "Wenn jetzt das Festival die gespielten Tracks von einem MRT Service überprüfen lässt, dann musst Du mit deinem Repertoire in genau dieser MRT-Datenbank erhältlich sein, ansonsten taucht dein Titel nicht auf dem Reporting auf", erläutert Böge.

Während Paradise intern die Scans überprüft, arbeitet die Firma dafür auch mit vielen externen MRT-Services wie DJ Monitor, BMAT oder Soundmouse zusammen, um "so viel wie möglich" abzudecken.