Medien

Alfred Biolek gestorben

Der große deutsche Entertainer und Talkshow-Gastgeber ist am Freitag verstorben. Er wurde 87 Jahre alt.

23.07.2021 10:37 • von Michael Müller
Einer der Großen ist von uns gegangen: Alfred Biolek (Bild: Kurt Krieger)

Der berühmte deutsche Fernsehunterhalter Alfred Biolek ist am Freitagmorgen in seiner Kölner Wohnung verstorben. Das teilte sein Adoptivsohn Scott Biolek-Ritchie mit. Der Entertainer, der mit Sendungen wie "Bio's Bahnhof", "Boulevard Bio" oder "alfredissimo" das deutschen Fernsehen über mehrere Jahrzehnte prägte, wurde 87 Jahre alt. Er war schon längere Zeit gesundheitlich angeschlagen.

Der 1934 im damals tschechoslowakischen Freistadt geborene Künstler kam mit seiner Familie nach dem Zweiten Weltkrieg nach Waiblingen, wo er auch das Abitur machte. Nach seinem Jurastudium begann er seine Fernsehkarriere als Justitiar im ZDF, wo er aber schnell in die Redaktion wechselte. Die Produktion von Rudi Carrells Sendung "Am laufenden Band" gilt als sein Durchbruch.

Es folgten die Erfolge mit der Talk-Sendung "Bio's Bahnhof" oder die Spiel-Show "Mensch Meier". Er brachte Monty Python ins deutsche Fernsehen und war ein großzügiger Förderer deutscher Fernsehtalente. Vielen Menschen ist er bis heute aber auch durch seine ARD-Sendungen "Boulevard Bio" und "alfredissimo" im Gedächtnis geblieben. Es gab eigentlich keinen Talkgast, den er nicht in sein Studio bekam.

Der WDR-Intendant und ARD-Vorsitzende Tom Buhrow würdigt Alfred Biolek: "Mit Alfred Biolek verlieren wir ein Allroundtalent des deutschen Fernsehens. Er war nicht nur ein begnadeter Talkmaster, sondern auch Ideengeber, Entdecker, Förderer und äußerst kreativ. Sein Interesse galt den Menschen, der Kunst, Kultur und der anspruchsvollen Unterhaltung. Gerne erinnere ich mich auch an seine Kochsendung 'alfredissimo!'. Mit wieviel Freude und Humor er sie zusammen mit seinen prominenten Gästen zelebrierte, das war mir beim Zuschauen immer ein Vergnügen. Und für den WDR kann ich sagen, dass wir uns glücklich über die Zusammenarbeit mit ihm schätzen können."