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Global-Citizen-Konzert kehrt zurück

Am 25. September kommen Live-Acts, Aktivisten und Politiker unter der Federführung der Organisation Global Citizen zusammen, um sich bei weltweiten Konzerten für das Ende extremer Armut sowie größeren Klima- und Umweltschutz einzusetzen.

13.07.2021 12:09 • von Dietmar Schwenger
Macht sich für die gute Sache stark: Global Citizen Live am 25. September (Bild: Screenshot, Global Citizen Live)

Am 25. September 2021 kommen Live-Acts, Aktivisten und Politiker unter der Federführung der international aktiven Kampagnenorganisation Global Citizen zusammen, um sich bei weltweiten Konzerten für das Ende extremer Armut sowie größeren Klima- und Umweltschutz einzusetzen. Geplant sind - am Tag vor der Bundestagswahl - 24 Stunden mit Shows auf sechs Kontinenten.

Zu den Unterstützern des Events, das parallel in New York, Paris, Rio de Janeiro, Seoul und weiteren Städten stattfinden soll, gehören auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen - "angetrieben von aktiven Menschen rund um den Globus, die Regierungen, Unternehmen und Philanthropen dazu drängen, jetzt zu handeln", heißt es in einer Mitteilung.

Die Veranstaltung wird auf YouTube und Twitter sowie von internationalen TV-Sendern übertragen. Bestätigt dafür sind bereits Billie Eilish, Ed Sheeran, Coldplay, Usher, Metallica, Ricky Martin, Green Day, The Lumineers, The Weeknd, Lang Lang und Andrea Bocelli, die unter anderem unter dem Eiffelturm von Paris, im Central Park von New York City sowie in London und Los Angeles auftreten sollen. Zusätzliche Beiträge kommen aus Lagos, Rio de Janeiro, Seoul und Sydney.

Mit der im Februar 2021 gestarteten globalen Kampagne zum Aktionsplan für eine gerechte Welt nach der Pandemie ruft Global Citizen dazu auf, "die COVID-19-Krise gemeinsam zu bewältigen und jetzt die Weichen für eine gerechte Welt zu stellen", denn die Pandemie habe viele Fortschritte auf dem Weg zu einer gerechten und nachhaltigen Welt zunichte gemacht.

"Mehr als 160 Millionen Menschen wurden zurück in extreme Armut und mehr als 40 Millionen an den Rand des Hungertodes getrieben. Auch beim Kampf gegen den Klimawandel kommt die Welt zum Stehen und große Unternehmen ihrer Verantwortung nicht nach. Wir müssen den angerichteten Schaden wiedergutmachen und die Staats- und Regierungschef*innen der Welt in die Pflicht nehmen, damit wir uns alle gemeinsam von dieser Pandemie erholen können", sagt Hugh Evans, Mitbegründer und CEO Global Citizen, einer Marke des Global Poverty Project UK,

Im Vorfeld des G20-Gipfels im Oktober und der UN-Klimakonferenz COP26 fordert die Organisation auf, eine Milliarde COVID-19-Impfstoffen an Bedürftige zu spenden, und Bemühungen, die neu entstandene Hungerkrise von 41 Millionen Menschen wieder zu beenden, indem mindestens sechs Milliarden Dollar für die Hungerhilfe bereitgestellt werden.

Zugleich fordert die Organisation die Bereitstellung von 400 Millionen Dollar für den Zugang zu Bildung, um 4,5 Millionen der bedürftigsten Kinder wieder zum Lernen zu bringen. Global Citizen geht es dabei auch um eine Vermeidung der Klimakrise, indem die größten Unternehmen der Welt dazu gebracht werden, sich bis 2030 zu Netto-Null-Emissionen zu verpflichten. Dabei wird ein "gerechter Aufschwung" für alle nicht vergessen, "indem wir 250 Millionen Dollar zur Unterstützung weltweiter Gleichberechtigung mobilisieren - ganz gleich, welche Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung, Herkunft oder gesundheitlichen Voraussetzungen sie haben".

Als wirtschaftlich stärkstes Land Europas komme Deutschland eine besondere Verantwortung zu, wenn es darum geht, die von COVID-19 ausgelösten und beförderten Krisen zu bewältigen, betonen die Organisatoren. "Global Citizen Live am 25. September und die Bundestagswahl am 26. September 2021 sind der Zeitpunkt eines deutlich zu machen: Eine gerechte und nachhaltige Welt geht nur gemeinsam und nur über aktives Handeln."