Unternehmen

US-Musikmarkt deutlich im Plus, Vinyl-Absätze verdoppelt

Zum Halbjahr steuert der US-Musikmarkt auf Wachstumskurs. Über alle Formate hinweg weisen die Chartsermittler von MRC Data ein kumuliertes Absatzplus von 14,4 Prozent aus. Allein die Verkaufszahlen von Vinyl-Tonträgern haben sich mehr als verdoppelt.

12.07.2021 16:54 • von
Auch im US-Musikmarkt schwer gefragt: Vinyl-Verkäufe legten im erste Halbjahr 2021 laut Zahlen der Chartsermittler von MRC Data um mehr als 100 Prozent zu (Bild: Dussmann das Kulturkaufhaus)

Zum Halbjahr 2021 steuert der US-Musikmarkt auf Wachstumskurs. Über alle Formate hinweg weisen die Chartsermittler von MRC Data, einst Nielsen SoundScan, ein kumuliertes Absatzplus von 14,4 Prozent aus, wobei in den hochgerechneten Wert von mehr als 413,2 Millionen abgesetzten Alben kostenpflichtige und werbefinanzierte Streams über Audio- und Videodienste ebenso einfließen wie physische und digitale Verkäufe ganzer Alben und einzelner Titel.

Wachstumstreiber bleibt das Audiostreming. Im Zeitraum bis zum 1. Juli zählten die Marktbeobachter hier 15 Prozent mehr an Abrufen als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Aber auch die tatsächlichen Verkäufe von Alben zogen an, und liegen laut MRC Data nach 45,5 Millionen im Vorjahreszeitraum bei nunmehr mehr als 51,2 Millionen - ein Plus von 12,6 Prozent.

Allein die Verkaufszahlen von Vinyl-Tonträgern haben sich demnach mehr als verdoppelt: 9,2 Millionen Exemplare zählten die Chartsermittler vor Jahresfrist, im ersten Halbjahr 2021 waren es nun fast 19,2 Millionen, ein Zuwachs um gut 108 Prozent.

Das Vinyl steuert damit aufs 16. Wachstumsjahr in Folge zu, und hat die CD, die zum Halbjahr auf gut 18,9 Millionen verkaufte Exemplare kommt, nach Absatzzahlen überholt. Doch selbst die CD, lange Jahre unter Druck, stabilisiert sich und kann zum Halbjahr ein Absatzplus von 2,2 Prozent ausweisen.

Nach Umsätzen hatte der RIAA-Branchenverband den LPs fürs Gesamtjahr 2020 ein Plus von 28,7 Prozent und einen Umsatzanteil von 5,2 Prozent bescheinigt.

Text: Knut Schlinger