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Tag der Clubkultur gab den Startschuss für 2021

Nachdem der Tag der Clubkultur 2020 seine Premiere feierte, findet der Aktionstag dieses Jahr erneut am 3. Oktober statt. Zudem verleihen die Initiatoren von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der Clubcommission und dem Musicboard Berlin im September den Preis der Clubkultur. Bis Ende Juli können sich Interessierte dafür bewerben.

25.06.2021 14:49 • von Jonas Kiß
Bei der Pressekonferenz auf dem Sage Club (von links): Sascha Disselkamp, Katja Lucker, Lewamm 'Lu' Ghebremariam, Katharin Ahrend, Marcel Weber, Klaus Lederer, Pamela Schobeß und Lutz Leichsenring (Bild: Jascha Müller-Guthof)

Nachdem der Tag der Clubkultur am 3. Oktober 2020 seine Premiere feierte, soll der Aktionstag auch 2021 am 3. Oktober stattfinden. Das gaben die Initiatoren von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der Clubcommission und dem Musicboard Berlin bei einer Pressekonferenz am 23. Juni bekannt.

Bei der Pressekonferenz im Sage Beach trafen sich (von links): Sascha Disselkamp (Betreiber Sage Club), Katja Lucker (Geschäftsführerin des Musicboards Berlin), Lewamm 'Lu' Ghebremariam, (Mitglied des Kuratoriums Tag der Clubkultur), Katharin Ahrend (Leiterin Awareness Akademie Clubcommission), Marcel Weber (Geschäftsführer Schwuz), Klaus Lederer (Senator für Kultur und Europa des Landes Berlin), Pamela Schobeß (1. Vorsitzende Clubcommission) und Lutz Leichsenring (Pressesprecher Clubcommission).

Sie eröffneten auch den sogenannten "Sommer der Clubkultur", der mit "zahlreichen Begleitaktivitäten" bis zum Tag der Clubkultur im Oktober über die Bühne geht. Während der Fokus im vergangenen Jahr darauf lag, "die Notsituation und Bedeutung der Berliner Clubs und Veranstalter*innen zu verdeutlichen", sollen die Aktivitäten 2021 darauf abzielen, "den Blick voller Optimismus auf die Wiederbelebung der Berliner Clubkultur zu richten - sowohl unter freiem Himmel als auch in den Clubs unter Einhaltung der Hygienevorschriften".

Bereits im September wird der Preis der Clubkultur verliehen, bis Ende Juli können sich Interessierte dafür bewerben. 2020 wurden insgesamt 40 Clubs und Kollektive mit je 10.000 Euro für "ihr bisheriges Engagement und kulturell und künstlerisches Profil in der Stadt" ausgezeichnet. Ein Kuratorium sichtet und diskutiert Einreichungen, um die Preisträger*innen auszuwählen. Dieses Jahr besteht das Kuratorium aus DJ Gigola, Lewamm 'Lu' Ghebremariam, Pansy, Volkan Agar und Whitney Wei.

"Wie schon im vergangenen Jahr bleiben auch 2021 Kriterien wie Diversität, Diskriminierungssensibilität und Awareness wichtig, um die Einreichungen der Clubs und Kollektive zu beurteilen, ebenso der Aspekt Solidarität", erklärt Kuratoriums-Mitglied Lewamm 'Lu' Ghebremariam.

Neben den 40 Preisen gibt es dieses Jahr zudem einen Sonderpreis, "der im besonderen gesellschaftspolitisches Engagement von Initiativen und Kollektiven aus der Clubkultur" auszeichnet.

"Wir haben den Tag der Clubkultur in erster Linie als eine Form der Nothilfe, Unterstützung und Anerkennung ins Leben gerufen. Gleichzeitig möchten wir mit dem Tag deutlich machen, dass Clubkultur mehr ist als nur Tanzen. Clubs sind in vielfacher Hinsicht Freiräume und nicht nur Anziehungspunkt für die tanzwütigen Scharen. Sie sind auch Safer Spaces und Kulturorte über die Genres und über Branchen hinweg", sagt Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa des Landes Berlin, und hofft, dass "zum 3. Oktober auch schon wieder Veranstaltungen in Innenräumen möglich sind".

Laut Katharin Ahrend, Leiterin Awareness Akademie Clubcommission, konnte man zum Tag der Clubkultur 2020 "an 50 verschiedenen Veranstaltungsorten, mit 28 Clubs sowie 22 Kollektiven und unter Einhaltung der Hygienevorschriften in der ganzen Stadt trotz der Ausnahmesituation sichtbar werden".

Lutz Leichsenring, Pressesprecher der Clubcommission, setzt alles daran, "nach dem Sommer der Clubkultur in die Innenräume der Clubs gehen zu können und nicht wieder in den Lockdown".