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Shortlist für VIA - VUT Indie Awards steht

Insgesamt 19 Künstler*innen, Musikunternehmer*innen und Projekte haben es auf die Shortlist der VIA - VUT Indie Awards 2021 geschafft. Die Verleihung erfolgt am 23. September im Rahmen des Reeperbahn Festivals und wird live im Internet übertragen.

25.06.2021 10:02 • von Frank Medwedeff
Als bester Act und fürs beste Album nominiert: The Notwist (Bild: Gerald von Foris)

Insgesamt 19 Künstler*innen, Musikunternehmer*innen und Projekte haben es auf die Shortlist der VIA - VUT Indie Awards 2021 geschafft. Zum neunten Mal zeichnet der Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen (VUT) herausragende Talente der unabhängigen Musikbranche aus. Vergeben werden die Preise erneut für Originalität und Qualität und nicht aufgrund von kommerziellem Erfolg. Die Gewinner*innen werden am 23. September auf der VIA-Preisverleihung im Beisein der nominierten Künstler*innen, Laudator*innen und geladenen Gästen im Rahmen des Reeperbahn Festivals verkündet. Die Verleihung werde live im Internet übertragen.

In der Kategorie "Beste*r Newcomer*in" haben die VUT-Mitglieder in diesem Jahr Albertine Sarges, Lui Hill, Shelter Boy, Sofia Portanet und Sorry3000 auf die Shortlist gewählt. Im letzten Jahr hatten The Düsseldorf Düsterboys den Preis abgeräumt.

In allen anderen Kategorien stimmt eine Fachjury ab, bestehend aus rund 250 Expert*innen, die repräsentativ für die Vielfalt der unabhängigen Musikbranche ein breites Spektrum an Genres, Hintergründen, Businesserfahrungen und Geschäftsbereichen vertreten.

Als mögliche Nachfolger*innen von Ebow sind dieses Jahr für den VIA als "Bester Act" Danger Dan, Masha Qrella und The Notwist nominiert. In die Fußstapfen von Mansions and Millions in der Kategorie "Bestes Label" könnten Audiolith, City Slang oder PIAS treten. Anwärter*innen für den VIA Award in der Kategorie "Bestes Album", der im letzten Jahr an Aldous Harding ging, sind Arlo Parks mit "Collapsed In Sunbeams", Noga Erez mit "Kids" und The Notwist mit "Vertigo Days".

Als "Bestes Experiment" ist in diesem Jahr die Dresdner Band Ätna mit ihrem virtuellen Livekonzert nominiert, bei dem die Band ihre Avatare in Echtzeit mit Motion-Capture-Anzügen steuerte, während das Publikum das Konzert über personalisierte Avatare in der immersiven virtuellen Musikfestivalwelt Yabal besuchte. Für das ebenfalls nominierte "I'll Marry You, Punk Come" verwendeten die Künstler*innen Dadabots und Portrait XO eine einzigartige Methode: Sie trainierten neuronale Netzwerke auf A-Cappella-Musik der 1950er Jahre, vermischt mit KI-generierten Death-Metal-Gesangsstilen und einer chromatischen Basslinie. Das Stück wurde ursprünglich für den Eurovision AI Song Contest generiert. Außerdem steht in dieser Kategorie der Pianist und Komponist Martin Kohlstedt auf der Shortlist. Im Rahmen seines Waldprojekts pflanzt er für jedes verkaufte Konzertticket einen Baum in seiner Heimat Thüringen.

Seit vergangenem Jahr werden zudem Unternehmen und Projekte mit dem Preis für "Best New Music Business" ausgezeichnet: Der Preis steht für den Aufbau eines neuen Unternehmens, für die erfolgreiche Entwicklung kreativer und wirtschaftlich tragbarer Ideen sowie für den Mut zur Selbstständigkeit. Hier nominiert ist die in der Pandemie-Zeit entstandene eigene Firma Antilopen Geldwäsche der HipHop-Band Antilopen Gang. Ebenfalls auf der Shortlist steht das Berliner Mastering-Studio Queer Ear Mastering von Tara Transitory und Nguyen Baly, die ihr Studio gegründet haben, um einen Raum zu schaffen, in dem FLINT-und queere Künstler*innen sich wohl fühlen können, wenn sie ihre Musik zum Mastern bringen oder in der Musikproduktion Unterstützung benötigen. Außerdem ist hier das Green Touring Network nominiert, das Künstler*innen und Akteur*innen der Musikbranche dabei unterstützt, einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Mark Chung, Vorstandsvorsitzender des VUT, sagt: "Auch 2021 ist ein Jahr mit vielen Herausforderungen und Unsicherheiten für die unabhängigen Musikunternehmer*innen. Das hat die Branche aber zum Glück nicht vom kreativen und spannenden Output abgehalten. Wir freuen uns trotz anhaltender Krise, die diesjährigen Nominierten für ihr außergewöhnliches Schaffen feiern zu können. Wie auch im letzten Jahr haben alle, die nicht vor Ort dabei sein können, die Möglichkeit, die Preisverleihung live im Internet zu verfolgen."

Detlef Schwarte, Director Reeperbahn Festival Conference, gibt zu Protokoll: "Musikalische Qualität, Mut zum Experiment und die Beschäftigung mit neuen musikwirtschaftlichen Ideen - die Schnittmenge zwischen den VIA-Kategorien und dem Programm-Anspruch des Reeperbahn Festivals könnte kaum größer sein. Das ist der eine Grund, warum ich mich über die neunte Ausgabe der VUT Indie Awards bei uns ungebrochen freue. Der andere ist, dass wir gemeinsam auf eine Verleihung mit Publikum hinarbeiten. Eine wirklich schöne Vorstellung!"

Der VUT dankt insbesondere der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, Merlin und der GVL als Hauptförderer der Awards, dem Reeperbahn Festival, der GEMA, Phononet, allen VUT-Freund*innen und Unterstützer*innen sowie den diesjährigen Medienpartnern ByteFM, DIFFUS, Kaput Mag und MusikWoche. Aufgrund der Großzügigkeit eines Hamburger Musikliebhabers werden die VIA Awards wieder mit 10.000 Euro dotiert; auch dafür danke der VUT herzlich.

Den Gewinner*innen in der Kategorie "Bestes Label" schenkt MusikWoche als Medienpartner eine ganzseitige Anzeige in einer der folgenden Ausgaben nach der Verleihung.

Alle Nominierten der VIA Awards 2021 auf einen Blick:

__Beste*r Newcomer*in:

Albertine Sarges

Lui Hill

Shelter Boy

Sofia Portanet

Sorry3000

__Bestes Album:

Arlo Parks mit "Collapsed In Sunbeams"

Noga Erez mit "Kids"

The Notwist mit "Vertigo Days"

__Bester Act:

Danger Dan

Masha Qrella

The Notwist

__Bestes Label:

Audiolith

City Slang

PIAS

__Bestes Experiment:

Ätna mit ihrem virtuellen Yabal-Livekonzert

Dadabots & Portrait XO mit "I'll Marry You, Punk Come"

Martin Kohlstedt mit seinem Waldprojekt

__Best New Music Business:

Antilopen Geldwäsche

Queer Ear Mastering

Green Touring Network

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